Reichsdorfmuseum in den Kirchgaden, Am Plan 2,97469 Gochsheim, Tel. 09721/630323 (Hr. Jäger), Fax 0972/6469822

Postanschrift: Historischer Förderkreis Gochsheim-Weyer e.V.: Am Plan 2, 97469 Gochsheim, eMail: info@reichsdorfmuseum.de

Internet: http://www.reichsdorfmuseum.de

Öffnungszeiten: April - Oktober jeden 1. Sonntag im Monat von 14 - 17 Uhr, an kirchl. Festtagen 14 - 17 Uhr, Für weitere Führungen im Museum stehen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung. Das Reichsdorfmuseum ist aufgrund der historischen Bausubstanz leider nicht behindertengerecht gestaltet.

Inhalt: Die Kirchgaden im ehemals freien Reichsdorf Gochsheim zählen zu den wenigen noch erhaltenen Kirchenburgen in Unterfranken. Sie stammen aus dem 13./14. Jahrhundert und dienten neben ihrer Funktion als Wehr- und Zufluchtstätte den Gochsheimer Bauern immer als Aufbewahrungsstätte ihrer Feldfrüchte. Seit 1982 befindet sich in den die Kirche einfriedenden Gaden (einräumige Häuser) das Reichsdorfmuseum mit seinen Abteilungen.

Gochsheim wurde im Jahr 796 in einem Schenkungsbrief des Klosters Fulda erstmals urkundlich erwähnt. Wie die benachbarten Orte Schweinfurt und Sennfeld besaß Gochsheim die ‚Reichsfreiheit’ und war somit allein dem König untertan. Im 30-jährigen Krieg ging diese für kurze Zeit verloren und das Dorf fiel als Lehen in den Besitz des Würzburger Bischofs. Im August 1649 wurde nach dem Friedensschluss der alte Rechtszustand wiederhergestellt. Die Bürger der Gemeinde feiern seither jährlich im September das ‚Friedensfest’ zu Ehren der wiedererlangten Reichsfreiheit.

Das Reichsdorfmuseum Gochsheim ermöglicht einen Einblick in das bäuerliche und handwerkliche Leben der vergangenen beiden Jahrhunderte. In 18 Räumen begegnen Ihnen kleinere und größere liebevoll präsentierte Exponate aus der Gochsheimer Vergangenheit.

Die „Spurensuche in Gochsheims Geschichte“ führt vom Weinbau, der Milch- und Getreideverarbeitung, hin zum Gemüseanbau der den Ort bis heute prägt. Auch die Handwerksberufe des Metzgers, des Korbmachers oder des Schusters werden wieder lebendig. Es werden unter anderem die zeittypische Ausstattung einer Hausschlachtung gezeigt, wie sich im Reichsdorfmuseum auch das originale Werkstattinventar eines Gochsheimer Schuhmachers erhalten hat. Die vergange Zeit bäuerlicher Wohnkultur wird in einer Wohnküche, einer Austragsstube und der sogenannten „Guten Stube“ wieder lebendig. Hinzu kommen die spezifischen Gochsheimer Trachten mit dem ihr eigenem auffälligen Kopfschmuck.

In gesonderten Räumen der Kirchgaden sehen Sie außerdem eine Fahrradausstellung sowie eine Büttner- und Setzerwerkstatt. In den sechs Räumen der Fahrradsammlung werden die Geschichte des ‚Radfahrvereines 1898 Gochsheim’ dokumentiert und die Entwicklung des Fahrrades sowie der zugehörigen Schweinfurter Industrie aufgezeigt.

Ferner zeigen wir Ihnen immer wieder wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen der Gochsheimer Geschichte.

 


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