95239 Kleinlosnitz

Oberfränkisches Bauernhofmuseum, Kleinlosnitz Nr. 5, 95239 Zell, Tel. und Fax: 09251 / 3525

Öffnungszeiten: Februar - April und Oktober - 15 November: Di. bis Freitag 10 - 16 Uhr; Samstag/Sonntag 13 - 17 Uhr; Mai - September: Di - Fr. 10 - 16 Uhr, Sa/So: 10 - 17 Uhr

Inhalt:

Vor dem Nordhang des großen Waldsteins liegt der Zeller Ortsteil Kleinlosnitz. Der Weiler bestand seit jeher aus sieben Bauernhöfen. Zwei dieser Höfe erwarb der Verein Oberfränkisches Bauernhofmuseum e.V. und restaurierte sie. Beide Anwesen bildeten bis 1698 eine Einheit und waren seit dem 16. Jh. im Besitz der Familie Dietel.

Anhand zahlreicher Schriftstücke, die sich im Archiv des Museums befinden, läßt sich die Geschichte des Anwesens sowie der Besitzer gut zurückverfolgen.

Man betritt den Dietelhof durch das gezimmerte Torhaus, dessen eingeschnitzte Inschrift das Baujahr 1791 nennt. Das Wohnstallhaus stellt ein Frackdachhaus dar, d.h. auf der äußeren Traufseite reicht das Dach bis zum Erdgeschoß, gegenüber endet es über dem Obergeschoß. Das Obergeschoß zeigt ein für dieses Gebiet typisches Fachwerk. Die "Schwarze Küche" ist noch im Originalzustand erhalten mit Backofen, "Küchlaherd" und offenem deutschen Schlot. Bemerkenswert ist der Ofen der Stube, der als Kachelofen von der "hinteren Stube" aus bedient wird. Hausflur, kurz "Haus" genannt, und Stall sind mit böhmischen Kappengewölben versehen.

Das Handwerkerhaus aus Saalenstein bei Hof stammt aus dem Jahr 1785. Es ist eines der letzten vollständig erhaltenen Blockhäuser dieser Region und konnte am alten Standort nicht mehr erhalten werden. Es war 1850 aufgestockt worden und hatte dadurch ein Frackdach erhalten. Im Museum wird es im Zustand von 1920 gezeigt.

Das Flachsbrechhaus aus Wurlitz ist das letzte erhaltene Gebäude dieser Art. Es diente zum Dörren des Flachses und als Arbeitsraum zur Weiterverarbeitung der Flachsstengel. Im 19. Jh. standen in fast allen Dörfern des Fichtelgebirges ein oder mehrere Dörröfen, die von der Gemeinde oder einer Genossenschaft betrieben wurden. Im Wirtschaftshof finden regelmäßig Ausstellungen statt. Die Einkehrstube lädt zum Verweilen ein.

 


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