Wunderglaube und technisches Verständnis


Die ersten, vor allem nordalpinen Kreuzfahrer dachten anfangs noch ganz untechnisch. So bewundern sie die Größe der Stadt Konstantinopel. Sie sind, seit sie durch Kleinasien zogen, beeindruckt von der Festigkeit spätantiken Mauerwerkes in Stadtmauern, Türmen oder Brücken. Sie bemerken ebensolches Mauerwerk in einer großen Quellfassung bei Tyrus, in der Wasser bis zu 30 Fuß (ca. 4,50 m) über das Niveau des Umlandes aufsteigt und über einen Aquädukt das Land bewässert und auch Mühlen antreibt. Die Kreuzfahrer notieren und kosten zugleich Pflanzen wie das Zuckerrohr, das sie zuvor nie gesehen haben.

Aber auch die Feinmechanik von arabischen Wasseruhren, das Zahnradgetriebe in persischer, arabischer und maurischer Technik, Quecksilberhemmung mit Gewichtsantrieb, die arabische Heilkunst und auch die fortschrittlichen Vermessungstechniken lassen sie im Zeitalter der Kreuzzüge den Okzident, die Juwelen des arabischen Wissenschatzes aus dem Orient erstmals erblicken und verstehen lernen.

Mit den Ordensrittern (Johanniter, Templern, Deutschritterorden) fand dieses Wissen auch in Europa seine Anwendung. Auch die Herzöge von Andechs-Meranien, Kreuzzugsteilnehmer und Förderer der Ordensritter übernahmen die Wissenschaften.

 


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