Salzschiffe

auf Salzach und Donau


 

 

In der Regel beförderten Schiffsleute auf Schiffen, die dem Erzbischof von Salzburg gehörten, im Auftrag der Fertiger das Salz aus Hallein und Berchtesgaden nach Burghausen.

Was den Schiffstyp betrifft, dürfte es sich vor allem um "Hallaschen" gehandelt haben. Sie waren ca. 10 m lang, am Boden ca. 2 m breit, ihre Bordhöhe betrug ca. 85 cm. Der Burghauser Mautzahler Hans Heglinger hat in seiner "Instruktion oder Unterweisung, wie das Salz an der fürstlichen Maut zu Burghausen soll gezählt werden", Abbildungen dieser Salzschiffe und ihre Ladung hinterlassen. Seit 1494 waren von den für den Salztransport auf der Salzach vorgesehenen 66 Schiffen 18 für Scheibfahrten nach Burghausen bestimmt. Sie beförderten das Salz in "Scheiben" (= Fässer) oder seltener leicht verpackt in "Fudern" zur Mautstelle in Burghausen, wo es abgezählt und anschließend auf die "Salzbrücken" oder "Salzbühnen" der Fertiger gebracht wurde.

Bis zu fünf Salzschiffe brachten täglich ihre Last von Hallein nach Burghausen. Wenn man bedenkt, daß bei durchschnittlich 600 jährlichen Scheibfahrten etwa 112 200 Scheiben Salz von den Burghauser Fertigern bezogen wurden und ein Pferdewagen durchschnittlich 24 Scheiben Salz beförderte, waren 4675 Fuhrwerke für den Abtransport nötig.

 

 

 


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