Arbeiten an der Sudpfanne
( Hallein 1767 )
Das 1767 verfaßte Manuskript beinhaltet eine Beschreibung des Salzbergwerks Dürrnberg und der Salinen Hallein, wobei der Verfasser, der als kurfürstlicher Beamter bei der Saline Hallein tätige Johann Nepomuk von Ernst auch ältere Quellen benutzte.
Die erste Zeichnungen zeigen die Arbeiten der Knappen am Dürrnberg und die Salzgewinnung in Hallein.
Die Zeichnungen geben einen Einblick in das Innere eines Sudhauses. Sie stellt die Arbeitsvorgänge bei der Salzherstellung dar. Im Pfannhaus waren zehn Personen in zwei Schichten tätig: ein Perer, ein Schierger, zwei Zuperer, zwei Zuzieher, zwei Podingfüller, ein Ordner und ein Wasserrichter. Eine Siedeperiode dauerte vom Sonntag bis zum folgenden Samstag. Der am rechten Bildrand angedeutete Holzstapel verweist auf die ungeheure Menge Holz, die bei der Salzerzeugung notwendig war. Alle zwei bis drei Stunden wurde das auskristallisierte Salz mit langen Stangen ("Krucken") an den Rand gezogen. Das nasse Salz wurde zum Trocknen in konische Holzgefäße, die Perkufen, eingefüllt. Die getrockneten Salzstöcke, am linken Bildrand zu sehen, wurden in das Härtehaus zur weiteren Trocknung getragen. In den Sudhäusern herrschte große Hitze, die Arbeit wurde durch die Dampf- und Rauchentwicklung erschwert. Die Brandgefahr war durch das offene Feuer sehr hoch.
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Nach einer Siedeperiode, die gewöhnlich eine Woche dauerte, blieb die Pfanne meist, eine Woche "kalt" liegen. Diese Zeit wurde für Ausbesserungsarbeiten an der Pfanne und für Reparaturen im Pfannhaus genutzt. Zunächst mußten die Ablagerungen, der sogenannte Pfannenstein ("Schrecken"), der sich nach einer Siedewoche auf der Pfannenoberfläche gebildet hatte, entfernt werden. Bei der Vorbereitung zur nächsten Sudwoche wurden die schadhaften Untersetzsteine ausgetauscht und der Pfannenunterboden mit Lehm bestrichen, um einen gewissen Schutz vor dem Feuer zu erreichen. Die Pfanne selbst wurde "von Zeit zu Zeit auf eine so kostspielige und mühevolle Art nach dem Auslöschen auf Schrägen gestellt und dann von den sogenannten Schragenarbeitern dadurch ausgebessert ..., daß ein neues Blech über das verbrannte hingelegt und mit Nietnägeln mühsam angetrieben werden mußte". Der hohe Abnutzungsgrad der Pfanne war - neben dem größeren Holzverbrauch - das Hauptargument gegen Versuche, die Sudperiode auf 14 Tage zu verlängern.
Pro Pfanne und Sudwoche wurden etwa 80 t Salz erzeugt; meist waren zwei Pfannen in Betrieb. Der Holzverbrauch betrug dabei etwa 190 Klafter. In der Regel wurde Fichtenholz verfeuert.
Hier sind die Pfannhauser
mit dem Ausziehen des Salzes
beschäftigt

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