Der Bamberger Reiter


 

 

 Der "Bamberger Reiter" - eine Darstellung des mittelalterlichen Weltbildes (Forschungen v. 2002)

Ermittlung zur künstlerischen Konzeption und historischen Identität des "Bamberger Reiters" (Bericht v. 1998)

Neueste Forschung zum "Bamberger Reiter" (Bericht v. 2002)

"König der Könige - Der Bamberger Reiter in neuer Interpretation" (Bericht v. 2004)

Die Gestalt des Bamberger Reiters (aus: Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur- Band 36)

 


Es handelt sich um das früheste erhaltene, monumentale Reiterstandbild der Nachantike. Die Tatsache der Aufstellung eines Reiterstandbildes in einem mittelalterlichen Sakralraum ist ungewöhnlich. Der jugendliche, bekrönte Reiter mit Tasselmantel und ohne weitere Attribute sitzt aufrecht im hohen, mittelalterlichen Sattel seines stehenden, stilisierten Pferdes. Konsolen und Baldachin binden ihn an die Wandfläche.

Das Fehlen von Attributen hat zu einer Vielzahl von Spekulationen über die Identität geführt, man sah in dem Reiter einen der Heiligen Drei Könige, St. Georg, Kaiser Konstantin, Heinrich II., Philipp von Schwaben, Friedrich II. und andere historische und legendäre Figuren.

Die älteste Deutung als Stephan von Ungarn (um 975-1038) läßt sich zuerst im Jahr 1729 nachweisen, eine auch nur annähernd zeitgenössische Benennung ist nicht bekannt. Sicher ist, daß der Reiter nicht einen Typus, einen Stand oder ein Symbol verkörpert, sondern eine in Geschichte oder Legende faßbare Person wiedergibt.

Der Köngsfigur liegt ein Typus zugrunde, der in Nordfrankreich um das Jahr 1200 entstanden ist und in den Reimser Querhausstatuen eine wichtige Ausbildung erfuhr. Der Bamberger Reiter ist auf verschiedene Reimser Vorbilder zurückzuführen.

 

 


 

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Andechs u. Bamberg