Spindler - Intarsienkabinett - Schloss Fantaisie / Bayreuth
(Walter Höhn - historisches-franken.de)
|
mit Team: Caren Schneider, Carsten Henselmann, Andreas Booz, Luciano Abate, Britta von Mehren, Helmut Flegl, Michael Huber, Martina Haut |
Lazarettstraße 35, 80636 München, Tel. 089/12 000 418 |
Ein einzigartiges
Ensemble (Park, Schloss,
Spindler-Intarsienkabinett) Die Fürstin Elisabeth
Friederike Sophie gab um 1765 n.Chr. ihrem Landgut in
Donndorf (Nähe Bayreuth) den Namen F a n t a i s i
e, da es nach ihrer Vorstellungskraft durch den
Bayreuther Hofbauconducteur Johann Jakob Spindler exakt
verwirklicht wurde. Ihr Ausspruch: "In
Württemberg gedachte ich Ruhe und Heimat zu finden,
vergebens. Hier aber, inmitten dieser grünen Wildnis,
habe ich vergessen gelernt. Und mehr: Nur in unseren
Träumen wohnt, was wir alle auf Erden suchen: das
Glück. Darum nenne ich Schloß und Park um mich
her - F a n t a i s i e." * * * So interpretierte sie Schloss und Park auch als eine
Art Gemälde, das nur ihren eigensten Vorstellungen
entsprang und nicht nach der Natur oder den strengen Regeln
der Kunst "gemalt" wurde. Aber die Vollendung "par
excellence" gelang dem Bayreuther Ebenisten Heinrich Wilhelm
Spindler mit der Schöpfung seines in Holz
gefaßten "Rokoko-Traums" - dem einzigartigen
Spindler-Intarsienkabinett. Als Vorbild für sein Kabinett diente
dem Ebenisten Spindler besonders die Entwicklung der
romantisch-sentimentalen Gartenanlage von Schloss Fantaisie
mit seiner Vielzahl an Inszenierungen und
Staffage-Architekturen: Die Elemente der Natur werden in
geistreich-spielerischer Weise verwendet. Das Blühen
der Erde, das Ziehen der Wolken, das Züngeln des Feuers
tragen neben der Wandlungsfähigkeit des Wassers zu
einer Variante des barocken Gesamtkunstwerkes bei. Der Betrachter dieser Bildergalerie erlebt hier die
heitere Gewißheit des irdischen Abbildes paradiesischer
Freuden.
|
zurück - (Schloss Fantaisie) zurück - (Historisches-Franken) |

|
(Bayerisches Nationalmuseum München) |