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Geschichtliche Epochen

 IX.

Der Dreißigjährige Krieg

(um 1618 - 1648 n.Chr.)

 

 

Er unterbrach die Fortentwicklung für fast 100 Jahre: " . . . hat kein Einwohner leben können . . . Die Häuser waren unbewohnt, Felder und Wiesen öd!" So wird die Not in einer Chronik geschildert. Die Verluste an Menschen werden auf über 50 Prozent der Bevölkerung geschätzt. Die durch Krieg und Pest entvölkerten Lande füllten sich erst langsam wieder mit Menschen. Menschen aus Gegenden, die vom Krieg verschont geblieben waren und solche, die wegen ihres Glaubens vertrieben worden waren. Vor allem die protestantischen Territorialherren wie die Markgrafen von Brandenburg - Ansbach - Bayreuth nahmen "Exulanten" aus Österreich auf. Dies wiederholte sich später, als französische Hugenotten ins Land kamen (Erlangen, Schwabach).

Eine Besonderheit, die sich vor allem in Franken findet, stellen die Reichsdörfer dar. Beispiele dafür sind das fränkische Geißlingen, die Gemeinde Oberehrenbach bei Forchheim und vor allem die Reichsdörfer Gochsheim und Sennfeld bei Schweinfurt. Die Einwohner dieser Orte waren auch zehntpflichtig, aber persönlich frei und besaßen weitgehende Selbstverwaltung. Sie waren "ein freies lediges Dorf, und hat ihnen kein Herrscher oder kein Herr nicht weiter dreinzusprechen." (Aus einer Gochsheimer Chronik).

 

Informationen und Hinweise:

- Gochsheimer Plantanz in Erinnerung an die 1649 bestätigte Freiheit

- Münnerstadt: Heimatspiel "Die Schutzfrau von Münnerstadt"

- Dinkelsbühl: "Die Kinderzeche"

- Rothenburg o.d.T.: "Der Meistertrunk"

 

Fränkische Museenlandschaft


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