Gänsbrotn


1 bratfertige Gans

(das Gansjung wird extra zubereitet)

Salz

Pfeffer

1 - 2 Stengel Beifuß oder Majoran

1 große Zwiebel

Soßenwürze

10 gr. Stärkemehl


Die Gans wird mit kaltem Wasser innen und außen gründlich gewaschen, wenn nötig kurz gewässert, sorgfältig abgetrocknet und innen und außen mit Salz und Pfeffer eingerieben.

In die Bauchhöhle gibt man 1 bis 2 Büschel Beifuß oder als Ersatz etwas Majoran. Den so vorbereiteten Vogel legt man in eine reichlich große Bratpfanne, gibt 1 Tasse sehr heißes Wasser und die halbierte Zwiebel dazu und brät ihn in dem gut vorgeheizten Rohr lichtbraun. Das beim Bratvorgang reichlich austretende Fett gießt man immer wieder sorgältig in ein Gefäß ab und ersetzt es durch Zugabe von etwas heißem Wasser.

Die Garzeit beträgt je nach Größe und Alter der Gans etwa 3 - 4 Stunden. Wenn man die Haut der Gans kurz vor dem Anrichten mit wenig konzentriertem Salzwasser besprengt, wird sie besonders rösch und knusprig. Die Soße gießt man vor dem Anrichten vorsichtig ab in einen Tiegel, läßt sie nach gründlichem Abfetten nochmals aufkochen und dickt sie dabei mit dem kalt angerührten Stärkemehl leicht an.

Da bei dem Bratvorgang gewonnene kostbare Gänsefett mischt man im Verhältnis 2 : 1 mit Schweinefett vom Metzger, kocht es mit Apfel- und Zwiebelscheiben 10 bis 15 Minuten aus, gießt es durch den Soßenseiher in ein Schissala und stellt es, nachdem es erstarrt ist, als Brotaufstrich auf den Abendbrottisch. "A Gänsfettbrod mit aweng Salz und Pfeffer drauf und a Dassn Dee, wos bessers gibts doch gor net!"

Hervorragend geeignet ist das Gänsefett auch noch zur Zubereitung von Gemüsen.

A Gons und Kleeß mit gedämpftem Krautsalat oder Selleriesalat ist übrigens nach wie vor das klassische Weihnachtsessen der Franken am ersten Feiertag.

Am Mittag des Heiligen Abend gibt es meistens das dazugehörige Gansjung.

 

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