Familienwappen Adeliger in Franken

(eine Auswahl)


Als Familienwappen führten die häufig verwendeten silbernen Spitzen zu Verwirrungen (keine Einmaligkeit!). Insbesondere bei der später so bedeutenden Adelsfamilie der Grafen von Limpurg, die bereits unter dem Staufer Friedrich II. zu den wichtigsten Reichsministerialen zählte.

Belegbar ist, daß Bischof Gottfried Schenk von Limpurg (um 1447) den "Fränkischen Rechen" als Würzburger Bischof in sein Familienwappen aufnahm. Denn der Bischof von Würzburg war zugleich Herzog in Franken und oberster Gerichtsherr, der, in herzoglichem Ornat gekleidet, an den Sitzungen des "kaiserlichen Landgerichts im Herzogtum Franken" teilnahm.

Das Grabdenkmal des 1333 verstorbenen Bischofs Wolfram von Grumbach und fast alle Grabmäler - bis etwa 1804 - zeigen außer dem persönlichen Wappen des Bischofs diesen "Fränkischen Rechen" als Symbol für die Würzburger Amtshinhaber.

Seit der Zeit der Grafen von Limpurg übernahmen auch die Grafen von Förtsch, Modschiedel, Künßberg, das Haus von Schönborn und andere in ihren Familienwappen diesen "Fränkischen Rechen", jeweils in etwas veränderter Form - damit der geforderten "Einmaligkeit" Rechnung getragen wurde. So modifizierte man den "Fränkischen Rechen" geringfügig (1, 4, 5 Spitzen oder mehr).

Einen sogenannten "Bastardbalken" finden wir im Wappen der unehelichen Nachkommen des Bayreuther Markgrafen von 1723, denen der Name "von Plassenberg" verliehen wurden.

 

 

von Künßberg

von Blassenberch (= Plassenburg)

von Blassenberch ("Bastardbalken")

von Modschiedel

von Eschenbach

von Limpurg

 


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