Im grünen Tal umsäumt vom Wald
verschlafen liegt ein Städtchen,
ist zwar achthundert Jahr’ schon alt
und doch modern, und von Gestalt
hübsch, wie ein junges Mädchen.
Hier paart sich Kunst mit Industrie,
Sport, Handel und Verwaltung,
hier lebt’ und schaffte manch Genie,
hier wirken Geist und Phantasie
an steter Neugestaltung.
Das Städtchen “lag” am Roten Main,
dem Fluß im Frankenlande,
der tat die Bürger nicht mehr freu’n,
man stampfte in Beton ihn ein -
jetzt liegt’s am “Canal’ Grande”.
Die Markgräfin wenn aufstehn tät,
würd’ sag’n : “do legst di nieder!
Jetzt ham’s a Universität
und a Einkaufsstadtmentalität,
ich kenn’ mei Stadt net wieder!”
Uns Bürgern kann’s auf jeden Fall
bloß recht sein, wenn gebaut wird,
man muß nur draufschau’n überall,
daß net im Eifer radikal
des Straßenbild versaut wird.
Die Schloßterrassen sind modern,
doch schön warn auch die alten,
jetzt möchte man nur allzu gern -
zwar liegt der Zeitpunkt noch sehr fern -
den Marktplatz neu gestalten.
Egal - was man auch macht mit Dir,
Du Heimatstadt, Du feine,
mich zieht es niemals fort von hier,
ich schwör’s, ich lebe gern in Dir,
Bayreuth - ich bleib’ der Deine!
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