Winder ade
von Harald Weigand
Der Winder hadd sei Messer gwetzt
und brengt die Backn zum Glieha,
langa weißa Fähnli läßter
vor die Gsichter rumfladdern,
Eisblumma an der Fensterscheim blieha.
Mid ahner Händ kratzi fix
vier langa Bohna aufs kalte Glos,
des Bulver schmeckt wasseri und nach nix,
iech hauch a Loch ins Eis und siech
wie der Winder druaßn dichti dost.
A Streichhelzla, a weng a Reisi,
a bor Holzscheidli, glei wern
die Blumma am Fenster zergeh,
grod sou wie is Schmalz in der Pfanna,
Winder ade!