Des Husnkaafn

von Reinhold Hartmann


 

Neili wollt iech und mei Fraa,

wall die läßtmi net allaa,

amol in die Stadt nei laafn

und für miech a Husn kaafn.

 

lech laaf glei o den Ständer no

do hänga sovill Husn dro

do is bestimmt wos Gscheits dabei

auf amol macht mei Fraa a Gschrei.

 

Des Zeich do is doch net modern,

des is wos für den ältern Herrn,

und ieberhaupts die Farbn do,

mir genga etz wo annersch no.

 

Im nächstn Lodn muß passiern

die ersta Husn oprobiern,

vor der Kabina ein Gedräng

und inna drinna is aa eng.

 

lech zwäng miech in die Husn nei

sooch meiner Fraa, mir gfälltsa fei

a bißla weiter wennsa wär

dann machatsa bestimmt wos her.

 

Dann halt die a Nummer greßer

ohmrum passatsa scho besser

bloß zu lang sin etz die Baa

worum muß denn des so saa?

 

Zehn Husn später, su a Freid,

siech iech a Hesla, liebe Leit,

des hots mier glei ogeto

iech prowiersa aa glei oo.

 

Die Läng die paßt und aa die Weitn

langsam werdmo halt bescheidn,

mei Fraa wie dann die Husn sicht,

beinoah nuch an Schreikrompf kriecht.

 

Schau diech amol vo hintn oo

sicht wie a Preßsock aus, mei Mo

für jedn wohl der Eindruck ist,

wie wenn dei Orsch die Husn frißt.

 

So gehtsna ganzn Nochmittoch

des Husnkaafn is a Plooch,

wos mir gfällt, gfällt net meiner Fraa

und umgekehrt, so solls wohl saa.

 

Weibi, sooch iech, sei net bees

so langsam wer iech etz nervees

zuwos brauch iech a neie Husn

nimm des Geld, kaaf dir a Blusn

 

So sen mir widder haammarschiert

mei Fraa, di wor nei ausstaffiert

a Jeans hob iech nuch kriecht zum Schluß

vom Restgeld fohrma mitn Bus.

 


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