" Ärcherdwie "

von Günther Hießleitner


Einer aus der jüngeren Generation ist der 1955 geborene Mittelfranke Günther Hießleitner, der zu den Stillen und Integren im Lande gehört. 1997 erschien sein bemerkenswerter Gedichtband "Eipflanzd und Worzln gschloong", in dem sich das folgende Gedicht befindet, das mit sprachlicher Genauigkeit und trefflicher Lakonie das Lebensgefühl der jungen, maulfaulen, von "irgendeiner" unklaren Sehnsucht heimgesuchten Kerle einfängt, die am Wochenende "auf Tanz fahren", hinein in die feuchte, fröhliche, lautstarke Nacht: "Ärcherdwie".

 

 

Di Dschiens

a frisch gwaschns Hemmerd

und an Fuchzger

vo dä Oma

 

Frooch mi nedd

ärcherdanner fährd scho

ärcherdwuhie

 

A Musigg iss doch immer

und ieberoll

homms nu gwißd

woss mä saufn

 

ärcherdwoss hald

bloß

nedd zu weng

 

Und Weiber

hadds nu immer geem

de ärcherdwoss meeng

 

Ärcherdanne

wadd scho

ärcherdwu

 

und hammkumma

dämmer aa

ärcherdwie

mit ärcherdwemm

ärcherdwenn

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