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Bauinschrift
an der Unterkonnersreuther Mühle
1796
Von zwei Brandunglücken erzählt uns ein Inschriftenstein an der Mühle in Unterkonnersreuth. Bereits im Jahr 1670 brannte die Mühle ab und wurde am 4. Mai 1670 wieder aufgebaut. Zu jener Zeit war Martin Höhn (Hähn) Müller in Unterkonnersreuth.
In der Nacht vom 10. zum 11. November 1795 wurde sie erneut vollkommen eingeäschert und am 21. Juli 1796 wieder unter Dach gebracht. Müllermeister war damals Johann Höhn, in der fünften Generation ein Nachkomme von Martin Höhn (Hän), dem Müller von 1670.
Aufgebaut wurde die Mühle 1796 vom Mauerermeister Ab. Geiger aus Bindlach und vom Zimmermeister J. Friedrich Bär aus Drossenfeld.
Die Inschrift auf dem Stein an der
Mühle lautet: Diese Mühl, welche schon
vor 126 Jahre einmahl abgebrant und d. 4. Mei 1670 wiederum
aufgebauet worden ist, brande an der Matininacht 1795 wieder
gantz ab und wurd 1796 wiederum aufgebauet und d. 21. Juli
unter Dach gebracht. Gott sei der Beschützer
dieses Hauses und bewahre daselbe nebst allen seinen
Einwohnern für allen Unglück. Mst. (Meister) Johan Höhn,
dermahliger Besitzer. Ab. Geiger, Mau.meist.
(Maurermeister) v. Bintloch. J. Friderich Bär,
Zimm.meist. (Zimmermeister) v. Trosenfelt.

* * * Mühlengedicht * * *
Das Bächlein
von Johannes Trojan
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Bächlein, wie hurtig eilst du zu Tal ! Kannst du nicht rasten und ruhn einmal ?
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Die Wiesen tränk ich, die grünen Auen und Blumen, die sich in mir beschauen.
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Ich kann nicht rasten, ich kann nicht bleiben, hinunter muß ich das Mühlrad treiben.
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Dann zu dem Flusse lenk ich den Lauf, der nimmt so viele der Bächlein auf.
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Viel Tierlein muß ich zum Trinken laden, und andere kommen, in mir zu baden. |
Er geht durchs Land hin mit stolzem Schritt; uns alle nimmt er zum Meere mit. |
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Vom Bergwald komm ich, vom Felsen her,
wie weit, wie weit ist mein Weg zum Meer!
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