Grüngürtel inmitten historischer Mauern

Die Gärten des ehemaligen Klosters St. Michael in Bamberg sind wiederhergestellt


Treppen und steile Wege geleiten den Besucher durch eine Parklandschaft besonderer Art: die Terrassengärten unterhalb des ehemaligen Klosters St. Michael in Bamberg.

 

Von der Aussichtsterrasse bis hinunter ins Tal ziehen sich die im 18. Jahrhundert angelegten Gärten, bestückt mit über 300 Obstbäumen. die Instandsetzung dieses Grüngürtels innerhalb der Stadt ist abgeschlossen, und Bamberg ist um ein historisch bedeutsames Kleinod reicher.

Schon 1987 waren die Terrassengärten nach langer Zeit wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Erste Sanierungsmaßnahmen wurden in Angriff genommen. Ein Pflege- und Entwicklungskonzept wies ab Mitte der neunziger Jahre den weiteren Weg der Instandsetzung. Dazu gehörte neben dem Rückschnitt und der Neugestaltung des Pflanzenbestandes auch die Wiederherstellung der Gartenpavillons. "Bei der Wahl der Obstsorten wurden die Richtlinien des 19. Jahrhunderts zugrunde gelegt., bei der Gestaltung der Gärten die Zeit des Barocks", sagt Landschaftsarchitekt Helmut Wiegel, der das Pflege- und Entwicklungskonzept der Terrassengärten erstellte.

Einem Vergleich mit Gärten ähnlicher Struktur halten die Anlagen durchaus stand: "Die Terrassengärten von St. Michael sind mit ihren Gestaltungsmerkmalen unter die großen europäischen Terrassengärten einzureihen. Selbst wenn sie die Bedeutung von Sanssouci oder Kamp nicht erreichen, so stellen sie aufgrund ihrer bis heute unverfälscht erhaltenen Terrassenanlage, der Pavillonbauten und Teilen der Bepflanzung aus dem 18. und 19. Jahrhundert ein Juwel unter den Gartendenkmalen dar", so die offizielle Stellungnahme dazu.


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