Tausendjährige Mauerreste - einzigartig in Nordbayern


In Creussen (Nähe Bayreuth) haben archäologische Grabungen im Garten des evangelischen Pfarrhauses spektakuläre Mauerreste zu Tage gefördert.

Gegenüber dem Evangelischen Presse-Dienst würdigte der zuständige Archäologe des Landesamtes für Denkmalpflege, Jochen Haberstroh (Bamberg), die Entdeckung als "Aufsehen, erregend und einzigartig in Nordbayern".

Bei den Forschungsgrabungen sei unter anderem eine tausendjährige Bebauung am einstigen Creußener Schlossberg aus der Zeit des Schweinfurter Markgrafen Hezilo zum Vorschein gekommen. Creußen wurde im Jahr 1003 erstmals urkundlich erwähnt, als Hezilo gegen König Heinrich II., den späteren Kaiser, rebellierte. "Wir können an diesem höchstgelegenen Punkt eine lückenlose Bebauung vom 14. Jahrhundert bis zurück ins 10. Jahrhundert nachweisen", sagte Haberstroh.

Nach Mitteilung des Archäologen sind die Grabungen für dieses Jahr abgeschlossen. Er hoffe, dass seine Fortsetzung im nächsten Jahr möglich sein werde.

Creußens Bürgermeister Harald Mild äußerte die Hoffnung, dass die archäologische Sehenswürdigkeit der Öffentlichkeit auch zugängig gemacht werden könne. "Sie wäre die große Attraktion bei der Jahrtausendfeier im Jahr 2003."


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