Nach zwölf Jahren wieder "Harte Fron" in Mörnsheim


Freilichtspiel in der Marktgemeinde Mörnsheim

 

"Harte Fron": das nur alle zwölf Jahre aufgeführte Freilichtspiel in der Marktgemeinde Mörnsheim entführt in das Jahr 1525 - nicht jedoch an einen Schauplatz mit fürstlichem Glanz oder Ritter-Romantik, sondern nach , "unten", dorthin, wo ein Leben in Not und Unterdrückung geführt wurde.

Eindringliche Bilder zeigen, wie die Willkür der Obrigkeit noch bis ins Spiel der Kinder hineinregierte, wie Frauen mit bloßen Händen vor dem unerbittlich den Zehent einfordernden Kastner hintreten müssen.

Das Leben karg, wie die Böden an den Jurahängen, die nur wenig Ertrag abwerfen. Mörnsheim ist Hofmarkt der Eichstätter Fürstbischöfe, die Pfleger entfalten alle Macht der geistlich-weltlichen Gewalt. Es gärt im Volk, der reformatorische Freiheitsruf ist auch ins Tal der Gailach vorgedrungen. Im nahegelegenen Wellheim gelang es den Bauern, die Burg der Herrschaft freilich nur für kurze Zeit einzunehmen. Und auch in Mörnsheim werden Pläne auf Tyrannenmord geschmiedet - allerdings werden sie auch frühzeitig entdeckt und ein furchtbares Strafgericht mit Folter ist die Folge.

 

Um die Geschichte der drei Verschwörer rankt sich das Freilichtspiel von der "Harten Fron", das zwischen dem 14. und 22. Juli gezeigt wird. Die Vorstellungen sind am Wochenende jeweils um 16 Uhr und um 18 Uhr, während der Woche um 18 Uhr. Ein historischer Markt begleitet die Festspiele und hat vor und nach den Aufführungen geöffnet. An den Wochenenden unterhalten Gaukler die Gäste.

 

Informationen: Marktgemeinde Mörnsheim, Kastnerplatz 1, 91804 Mörnsheim, Tel. 09145/83150

Internet: http://www.hartefron.de


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