Architektur-&Ing.büro Konrad Fischer Hauptstr.50 D-96272 Hochstadt/Main

Tel.:09574-3011 Mob.:0170-7351557 Fax: 09574-4960

Altbau&Denkmalpflege

Info: http://home.t-online.de/home/konrad-fischer

 

aus:

http://www.v-b-n.de/html/seminar.php?ID=5a966013ceb15fe0

 


VBN-Symposium

Energie-Einsparverordnung

14.12.2002 von 09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

 

Referenten:

Rechtsanwalt Johannes Kirchmeier,

Dipl.-Ing. Konrad Fischer,

Dipl.-Ing. Wilfried Walther,

Univ.-Prof Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Dr. e.h. mult. Karl Gertis

 

Veranstaltungsort:

Hannover Congress Centrum

Theodor-Heuss-Platz 1-3

30175 Hannover

Tel. +49 (511) 8113-0

Fax +49 (511) 8113-430


VBN und BVS laden hierzu herzlich ein

 

Bausachverständige

Rechtsanwälte und Richter

Architekten und Bauingenieure

Hausverwalter und Makler

Immobilien- und Wohnungswirte

Kollegen, die sich auf die Sachkundeprüfung vorbereiten


 

Bereits vor der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) hat es

erhebliche Diskussionen über das Für und Wider (den Sinn oder den Widersinn) der

ständig steigenden Anforderungen an den Wärmeschutz (Stichwort

"Dämmstoff-Olympiade") gegeben.

Seit Februar 2002 ist die EnEV in Kraft. Sie wird seitdem einerseits massiv

"beworben" und andererseits zunehmend kritisiert und in Frage gestellt.

Wir haben den Referenten zur Vorbereitung auf diese VBN-Veranstaltung u.a.

folgende Fragen gestellt:

 

Lässt sich mit der EnEV tatsächlich mehr Energie sparen?

Wem nutzt die EnEV: den Menschen, der Umwelt oder in erster Linie der

Dämmstoff-Industrie?

Ist die EnEV eine "Mogelpackung", weil sie mehr verspricht als sie hält?

Was ist ein Sieben-Liter-Haus, ein Drei-Liter-Haus und ein

Null-Liter-Haus?

"Heizenergie, Heizwärme, Endenergie, Primärenergie, Sekundärenergie ...

Was bedeutet das alles?

Wird die Unkenntnis über die verschiedenen energietechnischen Begriffe

für die Vermarktung von Immobilien (aus)genutzt?

Funktionieren die neuen High-Tech-Häuser auch mit "normalen" Menschen?

Oder ist der Mensch in Zukunft der größte Unsicherheitsfaktor?

Müssen wir die Gebäude nach den Bedürfnissen der Menschen ausrichten

oder muss sich der Mensch in Zukunft den speziellen Anforderungen der

programmierten Gebäudetechnik beugen?

Ist das "vollautomatische Null-Energiehaus" erstrebenswert?

Geht Energieeinsparen nur mit kontrollierter Lüftung, also ohne Öffnen

der Fenster? - "Thermoskannen-Effekt" und "Käseglocke" kontra

"natürliche Fensterlüftung".

Stimmt die These, dass durch dickere Dämmung und dichtere Fugen die

Anzahl der Schimmelpilzschäden zunehmen wird?

Wie dicht ist eigentlich "dicht"? Wie geht man bei der Auswertung des

Blower-Door-Tests mit den Grenzwerten um - oder gibt es einen zu

berücksichtigenden zulässigen Toleranzrahmen? Was ist bei den Messungen

besonders zu berücksichtigen? Wo können u.U. gravierende Fehler gemacht

werden?

Sind wir auf dem Wege die einschlägigen (bau)physikalischen Gesetze

falsch zu interpretieren?

Ist Wärmedämmung oder Wärmespeicherung wichtiger?

Werden die komplizierten und umfangreichen Berechnungen der EnEV

überhaupt geprüft? Wer kontrolliert die Einhaltung der EnEV? Brauchen

wir eine Energiespar-Polizei?

"Stimmt" denn das alles, was in der "EnEV 2002"steht?

.....

Fragen über Fragen, die nicht nur Bausachverständige, sondern auch Architekten,

Ingenieure, Juristen, Immobilienfachleute und auch den "ganz normalen Bürger"

mehr und mehr beschäftigen.

Auch S i e können Fragen stellen oder uns und den Referenten Ihre Meinung sagen.

Dafür haben wir genügend Zeit eingeplant.

Konkrete Antworten zu den Fragen, die uns bewegen, erwarten wir von den vier

Referenten des VBN-Symposiums am 14.12.2002

in Hannover, die über das Thema Energieeinsparverordnung jeweils aus ihrer

fachlichen Perspektive berichten werden.

 

Programm/Vorträge:

 

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Energie- und kostensparendes Instandsetzen

 

Dipl.-Ing. Konrad Fischer, Hochstadt/Main

Dipl.-Ing. Architekt BYAK, eigenes Büro für Gebäude-, Tragwerks- und

Haustechnikplanung in Hochstadt am Main

1976-81 Studium der Architektur an TU München. 1979 Übernahme des seit 1956 auf

Sakralbau und Denkmalpflege spezialisierten Architekturbüros vom verstorbenen

Vater. 1982-84 wiss. Volontariat am Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, parallel

Büroleitung. 1984 Eintrag in Bayer. Architektenkammer. 1990 Büroerweiterung mit

Fachplanungsabteilungen Tragwerksplanung, Hüllflächentemperierung und sonstige

Haustechnik. 1979-2002 ca. 400 Projekte in alten und neuen Bundesländern für

private, öffentliche und kirchliche Bauherren, davon ca. 350 Baudenkmal -

Instandsetzungen. Seit 1988 Seminarleitung und -vorträge zum Bauen im Bestand

für Architektenkammern, im Baugewerbe, an HochschulStudiengängen für

Denkmalpflege u.a. Bildungsträgern.

Veröffentlichungen zur Denkmalpflege im In- und Ausland. Seit 1990 Beirat für

Denkmalerhaltung der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Vorsitz seit 1997.

Veröffentlichungen und Seminare zum Thema "Planen und Bauen im Bestand".

Vorsitzender des Beirats für Denkmalerhaltung der Deutschen Burgenvereinigung

e.V..

 

Wie überall zu hören und zu lesen ist, sind viele unserer Altbauten in

grauenhaftem Zustand: Oft mit Schimmel, Holzschädlingen, Hausschwamm,

aufsteigender Feuchte und Mauersalpeter befallen, verpesten sie obendrein die

Umwelt durch zu viel Energieverbrauch und CO2-Ausstoß. Nur mit geradezu

irrsinigem Kostenaufwand können sie und die Umwelt vielleicht gerettet werden.

Glücklicherweise hat sich die Bauindustrie des beklagenswerten Zustands unserer

alten Buden erbarmt und verordnet geradezu perfekte Rezepte zu ihrer

energetischen, bauphysikalischen und konstruktiven Heilung, also "Sanierung".

Auf daß sie im neuen Glanz erstrahlen und jegliches Wasser und Schmutz auf ewig

abweisen.

Wenn diese Heilmethoden hin und wieder ihre Versprechungen nicht einlösen, üble

Nebenwirkungen vom Bau- bis zum Gesundheitsschaden auslösen und damit den

Sachverständigen ein reiches Betätigungsfeld bieten, liegt das vorrangig

am beklagenswerten Zustand des Handwerks. Es konnte die DIN-Lösung wieder mal

nicht richtig umsetzen. Leider verfehlen auch viele Bauherrn bzw. Wohnungsnutzer

die nach Sanierung gelten-den Anforderungen und setzen obendrein auf

Billigmacher. Damit sind sie am Scheitern der Instandsetzung letztlich selber

schuld.

Ist das die ganze Wahrheit?

Was sind die Voraussetzungen einer erfolgreichen Instandsetzung - Bau- und

Wohnqualität inklusive? Wie kann die Baumaßnahme auf energetischen und

wirtschaftlichen Erfolg programmiert werden? Muß das Weltklima tatsächlich durch

den Altbau gerettet werden? Wie sieht es wirklich aus mit der historischen

Baukonstruktion, ihrem kostenexplosiven Schadensfeuerwerk und den gepriesenen

Sanierlösungen gegen Feuchte, Wärmeverlust, Schall, Salz- und

Schädlingsbelastung? Und wie steht es mit den Bauvorschriften, Rechenregeln und

Normen, garantieren sie bewährte Baukunst? Welche technischen und

organisatorischen Werkzeuge liefern eine bestandsgerechte Instandsetzung, die

den Bauherrn auch langfristig zufrieden stellt? Dieser Seminarbeitrag gibt

Auskunft aus Architektensicht.

 

Dämmen wir uns krank? Werden Energieeinsparung und Schimmelpilz sachlich

diskutiert?

 

o. Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Dr. E.h. mult. Karl Gertis, Holzkirchen

1963 Diplom Technische Universität München.

1969 Promotion Universität Stuttgart.

1972 Habilitation und Privatdozent Universität Stuttgart.

1976 Ordentlicher Professor für Bauphysik und Baustofflehre der Universität

Essen.

1984 Ordinarius für Konstruktive Bauphysik der Universität Stuttgart und - in

Personalunion - Mitglied der Leitung des

Fraunhofer-Instituts für Bauphysik.

1985 Eigenes Ingenieurbüro für Bauphysik in Stuttgart (zusammen mit Partner

Prof. Dr.-Ing. W. Fuchs).

Bauphysikalische Bearbeitung namhafter praktischer Bauprojekte.

1990 Alleiniger Direktor des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (Stuttgart,

Holzkirchen und Berlin).

Zahlreiche Ehrungen, u. a. mehrere Ehrendoktorgrade der Technischen Wissenschaft

und der Ingenieurwissenschaften.

Mitglied der Akademie der Wissenschaften Rußlands für Architektur und

Bauingenieurwesen.

Zahlreiche größere Forschungsarbeiten in staatlichem Auftrag, im Auftrag

öffentlich geförderter Institutionen, der Bauindustrie bzw. von

Industrieverbänden. Bauphysik bei vielen praktischen Bauprojekten.

Ca. 300 eigene Publikationen und ca. 1500 Publikationen aus dem Institut und aus

dem Ingenieurbüro.

Mitwirkung in zahlreichen internationalen Organisationen (u. a. CIB, ISO, CEN,

IABSE, ICHMT, IIR, IFHP, RILEM).

Vorsitzender mehrerer internationaler Arbeitsgruppen. Präsident zahlreicher

nationaler und internationaler Fachkongresse. Präsident der Ständigen Konferenz

aller Bauphysik-Professoren der Universitäten Europas.

 

Die Energieeinsparbemühungen waren in den letzten 25 Jahren sehr erfolgreich.

Während früher noch 20 bis 30 Liter-Häuser vorherrschten, sind mittlerweile 3

bis 5 Liter-Häuser üblich. Auch Nullheizenergiehäuser sind bereits gebaut

worden. Bei diesen Erfolgen sind Kritiken unverständlich, die immer noch

behaupten, wir würden uns krank dämmen und mit den Wärmeschutzmaßnahmen bloß

Schimmelpilz erzeugen. Solchen Behauptungen wird durch sachliche Aufklärung

entgegengetreten.

 

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Verfassungswidriges Bundesbauordnungsrecht

 

Johannes Kirchmeier, Saarbrücken

Rechtsanwalt - Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Seit 1964 in der Rechtsanwaltskanzlei Rapräger, Hoffmann & Partner GbR, in

Saarbrücken, ganz überwiegend auf dem

Gebiet des öffentlichen Rechts tätig.

Seit 1983 mit der Wärmeschutzverordnungbefasst: Sein Aufsatz ist im Internet zu

finden.

 

Von den Wärmeschutzverordnungen zur Energieeinsparungsverordnung

Wärmeschutz als Einsparung von Energie zur Erzeugung von Wärme

Die Regelung des eigentlichen Verordnungstextes

Die kritisch zu beurteilende Anlage

Mangelnde Gesetzgebungskompetenz des Bundes ?

Das Rechtsgutachten des BVerfGs über die Gesetzgebungskompetenz des Bundes

bzw. der Länder vom 16. Juni 1954

Energierecht ./. Bauordnungsrecht

Eigentumsinhaltsbestimmung und die Illusion von der Baufreiheit

Von der Verordnung bevorzugte Berechnung der Wärmedämmung

Durch die Verordnung benachteiligte Möglichkeiten alternativer Methoden zur

Einsparung von Energie

Der k-Wert

Von der Naturwissenschaft gestellte Anforderung an die Richtigkeit des

k-Wertes

Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Richtigkeit des k-Wertes

Kritik der Geltung der Berechnung mittels des k-Wertes"

 

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Luftdichtheit der Gebäudehülle - Anforderungen und Ausführungsqualität bei

Blower-Door-Messungen

 

Dipl.-Ing. Wilfried Walter, Springe

Sachverständiger für Bauphysik.

Seit 1991 Mitarbeiter im Energie- und Umweltzentrum am Deister. Ab 2001 eigenes

Büro.

Berufliche Schwerpunkte liegen in der Beratung.

Erstellung von Gutachten über bauphysikalische Fragestellungen, u. a. der

Luftdichtheit der Gebäudehülle; energetische

Gebäudediagnose, Qualitätssicherung am Bau.

Vortragstätigkeit, Seminare und Seminarkonzepte zu den Themen des

energieeffizienten Bauens.

Mitglied im NABau-Arbeitsausschuß "Luftdichtheit von Gebäuden"

 

Durch die Einführung der Energie-Einsparverordnung (EnEV) ist das Thema der

Luftdichtheit von Gebäudehüllen sehr stark in den Vordergrund gerückt. Wird die

Dichtheit der Gebäudehülle testiert, hat das (finanziellen) Anreize für den

Bauherren oder dem Investor der eine geringere Bauteilqualität an anderer Stelle

oder in der Haustechnik einplanen konnte . Zudem wird eine gute Bauqualität

hinsichtlich der richtigen Ausführung des Klebens und Dichtens bestätigt. Mit

ca. 1000 verkauften Blower Door-Geräten wird die Nachfrage nach Messungen

gestillt.

Der Vortrag schärft den Blick für das Wesentliche in den Verordnungen und den

Anforderungen, die in den Normen gestellt werden. In den "7 gute Gründe zur

Luftdichtheit" werden zusätzliche Argumentationshilfen bezüglich der

bauphysikalischen und energetischen Begründung in der Diskussion um das Für und

Wider der Luftdichtheit geben.

Hinweise auf Veröffentlichungen und unterstützende Gremien, sowie aktuelle

Zahlen der ausführenden Dienstleister und Geräteanbieter runden das Wissen zum

Thema ab.

Für den Sachverständigen ist es wichtig das Gutachten einer Messung hinsichtlich

der Qualität der Aussagefähigkeit einzuordnen. Dazu werden Fragen zur

Gebäudepräparation, Leckagesuche, Visualisierung und Dokumentation der

Leckagen, Luftvolumenstrom, Bezugsgrößen, Gesamtleckagegröße und der Umgang mit

dem Messfehler im Bezug auf die Einhaltung des Grenzwertes erörtert.

Letztendlich soll die Interpretation der Ergebnisse einer Messung für die

Einzelfallentscheidung im Streitfall erleichtert werden.

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