Frankenwürfel für 2001
Inzwischen sind 54 dieser Würfel jeweils an Martini vergeben, acht davon gingen an weibliche Personen. Jetzt kamen drei neue zu der gewürfelten Gesellschaft im Freilandmuseum von Bad Windsheim dazu.
Reinhard Hüßner aus Wiesenbronn gehört zu den neu Gewürfelten aus Unterfranken, obwohl er eigentlich ein gebürtiger Westfale ist, aber im Landkreis Kitzingen zu einem echten Franken wurde als er sich zum Winzer ausbilden ließ und schließlich zum Beamten des Kreises wurde, wie Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Würzburg, feststellte. Im Mönchsondheimer Kirchenburgmuseum fand er das Betätigungsfeld für seinen Charakter und baute es zu einem Kulturstandort für fränkische Musik und Literatur, fränkisches Brauchtum und Geschichte aus. Mit der Verleihung des Frankenwürfels wurde Hüßner nun endgültig eingebürgert.
Oberfrankens Regierungspräsident Hans Angerer, Bamberg, überreichte Franziska Schumm aus Hirschaid den Frankenwürfel. Die sechsfache Mutter und zwölffache Großmutter steht für Dichtung in fränkischer Mundart mit unzählig vielen Lesungen, Beiträgen im Bayerischen Rundfunk und sechs Buchveröffentlichungen in bamberger Mundart. "Kunst kummt vo Könna ... und is a Fertigkeit", eine Feststellung von ihr. Daneben engagierte sie sich viele Jahre im katholischen Frauenbund, war Mitglied im Pfarrgemeinderat und versuchte sich auch in der Kommunalpolitik.
Robert Treuheit aus Trautskirchen ist Mittelfranke und erhielt den Würfel durch Regierungspräsident Karl Inhofer, Ansbach. Treuheit machte das Wirtshaussingen wieder salonfähig. Die ersten Versuche des Musikers und Heimatpflegers vor zehn Jahren stießen auf so großes Interesse, dass er es über ganz Mittelfranken und darüber hinaus wieder einführte und inzwischen auch von anderen Gruppen und Organisationen dabei unterstützt wird. Bei den Veranstaltungen sind 70 bis 100 Besucher keine Seltenheit.
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