Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg wird 150 Jahre


Das 150-jährige Gründungsjubiläum des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg gibt vom 20. Juni bis 6. Oktober 2002 Anlass zu einer Schau der besonderen Art:

Über Jahrhunderte hinweg schufen Nürnberger Kunsthandwerker und Künstler Luxus- und Gebrauchsartikel, die in der gesamten Welt in einem hervorragenden Ruf standen. Die Ausstellung "Quasi Centrum Europae" vereint etwa 200 Objekte jener Nürnberger Exporterzeugnisse, die von Patriziern, Fürstenhöfen und Königshäusern in Nürnberg in Auftrag gegeben worden sind.

Graphiken Albrecht Dürers und prächtige Pokale der Nürnberger Goldschmiede, Prunkrüstungen der Harnischmacher und erlesene Bücher Nürnberger Verleger trugen maßgeblich zum Ansehen der Stadt als Kunst- und Handwerksmetropole bei. Nürnbergs Standortvorteile schätzte schon Johannes Regiomontanus, der sich als berühmtester Astronom seiner Zeit 1471 in Nürnberg niederließ, denn die Stadt war für ihn als "quasi centrum europae" der ideale Ort, um Wissen von hoher Qualität schnell und lukrativ vermarkten zu können.

Die Ausstellung widmet sich auch der Stadt Nürnberg als Zentrum und Herstellungsort früher Massenmedien, womit Meilensteine der Mediengeschichte verbunden sind. Nürnbergs Drucker haben Pionierarbeit geleistet:

Hier entstanden das erst gedruckte Kochbuch, der erste gedruckte Kalender und der erste moderne Weltatlas.

Öffnungszeiten: Dienstag bis sonntags 10 bis 17 Uhr, mittwochs 10 bis 21 Uhr (abends freier Eintritt).

Weitere Informationen: Telefon 0911/13310.


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