"Literaturlandschaft Franken"

an 61 Orten


Ein etwas großzügiger Kulturbegriff sorgt in den Monaten Mai und Juni frankenweit in 61 Städten und Gemeinden für ein kulturelles Kontrastprogramm.

Aber während vor zwei Jahren anlässlich des 175. Todestags von Jean Paul die "Weltliteratur aus Franken" gewürdigt wurde, kommen heuer Gegenwartsautoren zu Wort. Der wohl berühmteste von ihnen, Fitzgerald Kusz, dessen Dialektstück "Schweig, Bub" am Schauspielhaus in seiner Heimatstadt Nürnberg über 660 Mal aufgeführt wurde, tingelt als Vertreter der satirisch-anspruchsvollen Mundart mit verschiedenen Programmen durch die Gegend.

Wenn am 28. Juni "Der Vollmond über Franken" leuchtet, wird sich Kusz gemeinsam mit dem Pianisten Heinrich Hartl und der Sängerin Andrea Fleißner in Wolframs-Eschenbach aufmachen, "das Land der Franken mit der Seele zu suchen".

Die Kleinmacher-Mentalität des einheimischen Menschenschlags inspirierte das fabelhafte Figurentheater-Duo Tsritans Kompagnons zu "Zwerge - eine fränkisches Passion", eine Montage aus Kusz-Texten und Kunstliedern von Schubert und Strauss.

Mit ebenso vielfältigen Beiträgen bereichert Helmut Haberkamm, der seit seinem 1992 erschienenem Debütband "Frankn lichdd nedd am Meer" als Hoffnungsträger unter den jüngeren Mundartautoren gilt, das "Literaturlandschaften" - Programm. Unter dem Titel "des land der fluss im ohr" wird er am 29. Mai in Erlangen in Begleitung des Pianisten Klaus Treuheit eine musikalisch-literarische Reise durch den Aischgrund unternehmen, wo er 1961 im Dorf Dachsbach geboren wurde und den authentischen Stoff für zahlreiche Erzählgedichte fand. Sein größter Publikumshit gelang Haberkamm mit "No Woman, No Cry - Ka Weiber, Ka Gschrei", einem Musical, in dem sich drei Männer mit leichter Midlife-crisis wehmütig an ihre Sturm und Drang-Zeit als Rockmusiker erinnern und die unsterblichen alten Lieder schmettern.

Informationen dazu:

Kulturamt Erlangen: Tel. 09131/86 10 29; Email: gerlinde.meriaustadt.erlangen.de; Internet: www.kubiss.de/erlangen

Programme liegen in kommunalen und kulturellen Einrichtungen aus.

Informationen auch unter: www.villa-concordia.de

 


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