Frankenland - Marienland

(Eröffnung eines fränkischen Marienweges)


Das Frankenland ist ein Marienland. Davon künden in Stadt und Land unzählige Madonnen an Hauswänden, Bildstöcke am Weg, Grotten in den Gärten, Kapellchen in Wald und Feld. Ein dichtes Netz von 50 Marienkirchen durchzieht die fränkische Landschaft.

Die Idee, diese Originalität Unterfrankens zu würdigen und eine Verbindungslinie zu schaffen zwischen diesen Marienkirchen, hatte Pfarrer Josef Treutlein von St. Josef in Würzburg. Er setzte sich mit Landrat Dr. Fritz Steigerwald in Verbindung und dieser lud die Vertreter der Touristik-Informationen der neun unterfränkischen Landkreise zu einem Arbeitsgespräch ein. Gemeinsam mit dem Spessartbund erarbeiteten sie ein Wegekonzept, das die 50 Kirchen miteinander verbindet. In zwei großen Schleifen, einer West- und einer Ostschleife, kann man auf vorhandenen Wander- und Radwegen 800 Kilometer lang unterwegs sein.

Die Westschleife (333 Kilometer) wurde vom Spessartbund unter Leitung seines stellvertretenden Vorsitzenden Heinz Weber ausgearbeitet.

Wer eine Woche lang unterwegs sein möchte, kann auf der nördlichen Route von der Sandkirche in Aschaffenburg über Kälberau, Rengersbrunn, Kloster Schönau, Maria Buchen, Retzbach und Zellingen nach Würzburg wandern. Oder er wählt die südliche Route, die von Aschaffenburg nach Schmerlenbach, Hessenthal, Obernau, Röllbach, Kloster Engelberg, Miltenberg, Schneeberg, Faulbach, Höchberg, ebenfalls zum Ziel Würzburg führt. Der Wanderer oder Wallfahrer kann aber auch ganz individuell seine Tages- oder Mehrtagesetappe wählen.

Da es noch einige Zeit dauern wird, bis der neue Weg in die Wanderkarte eingedruckt werden kann, wird der Spessartbund für die Westschleife eine Wegebeschreibung erstellen, die bei den Touristik-Informationen erhältlich sein wird.

Am 15. August 2002 wurden die Marienwege an der Marienkapelle in Würzburg der Öffentlichkeit übergeben.

Wanderer und Gläubige, Natur-, Kunst- und Geschichtsfreunde, Einheimische und Gäste sind eingeladen, sich ab dem 15. August auf den Weg zu machen. Es gilt, eine Region voll landschaftlicher Schönheit und geistigem Reichtum unter einem neuen Gesichtspunkt zu entdecken. Die Einkehr bei einem der Gnadenbilder und die Einkehr in einem der vielen gemütlichen fränkischen Gasthöfe werden Körper und Seele in gleicher Weise wohl tun.

 

Pressestelle Spessartbund

Strickergasse 16a

63739 Aschaffenburg

Tel. 06021-15224


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