Creussen

Die richtige Quelle jetzt gefunden?


Siegfried Pokorny aus Bayreuth, nahm sich im Jubiläumsjahr von Creussen in einem VHS-Vortrag mehr als eine Stunde Zeit, die "richtige" Quelle zu erschließen.

 

Weil Flüsse in der Regel älter seien als Ortschaften, zog das Flüsschen "Creussen" zunächst die Aufmerksamkeit auf sich, dazu natürlich auch das Umfeld von Altencreußen bis zur Mündung in die Haidenaab unweit Grafenwöhr.

Die Übertragung des Namens von der Grenzsicherung Altencreußen auf die Heziloburg Creussen (Grafen von Schweinfurt/Babenberger) dürfte demnach vor dem Jahr 1003 mit entsprechender Funktionsübertragung erfolgt sein. Im Falle der thüringischen Partnerstadt Greußen reiche der Name "Griuzen" bis etwa ins Jahr 800 zurück. Dort könne man den Namen zwar auf Ablagerungen aus grobem Kies eines früheren Sees zurückführen, nicht aber hier bei Creussen. Das Flüsschen Creussen rechtfertige nicht die bisherige Deutung von "Geröll". Es seien vielmehr die vielen Windungen (Begradigungen unweit Grafenwöhr kamen erst in der Neuzeit), die "Krusina" oder "krüsen" als kraus und kräuseln, gewunden, nahe legen.

 


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