Bayerische Landesausstellung 2003

im Stadtmuseum Amberg

9. Mai - 2. November 2003


Auf 1 600 Quadratmetern will die Ausstellung im ehemaligen städtischen Baustadel mit zahlreichen Originalexponaten, Inszenierungen und Multimediastationen eine Epoche anschaulich machen, die für die europäische Geschichte von nachhaltiger Bedeutung ist.

Zu sehen sind hochrangige Gemälde der niederländischen Malerei, persönliche Zeugnisse aus dem Leben des "Winterkönigs", aber auch Objekte aus dem Alltag der "einfachen Leute" im Dreißigjährigen Krieg. Die Schicksale der Kinder des Königspaares werden anhand von Erinnerungsstücken in eigenen Kabinetten dargestellt.

Grundsätzlich hat es sich die Ausstellung zum Ziel gesetzt, Klischees aufzubrechen und einer Prüfung zu unterziehen:

War die Entscheidung Friedrichs, die böhmische Korne anzunehmen, tatsächlich der Irrtum eines unreifen Politikers?

Mußte sie unweigerlich in den Untergang führen?

Versuchten die böhmischen Stände, den Aufstand der Niederlande gegen das Haus Habsburg nachzuahmen?

 

Sehenswert ist neben der Ausstellung auch die Stadt Amberg selbst mit ihrem gut erhaltenen mittelalterlichen Mauerring, dem kurfürstlichen Schloß und dem gotischen Martinsmünster. Bis 1628 gehörte Amberg zur Kurpfalz, deren Zweitresidenz - neben Heidelberg - die Stadt war.

 

Der reichbebilderte Begleitband zur Ausstellung erscheint im Konrad Theiss Verlag, Stuttgart. Vor dem Hintergrund der Herrscherpersönlichkeit Friedrichs V. zeichnen die Aufsätze des Bandes ein umfassendes Bild der Epoche. Einblicke in Kunst und Kultur der Zeit ergänzen das historische Panorama.


Informationen dazu:

 

Der Winterkönig

 

* * *

 

Landesausstellung 2003 v. Haus der Bayer. Geschichte

 


 

zurück