Forschungsstellen für die fränkische Sprache


Franken war ein Volksstamm mit Stammesfürsten. Das heutige Unter-, Mittel- und Oberfranken befindet sich auf dem Gebiet des früheren "Austrien" (Chlodwig). Die ehemaligen Herrscher im heutigen Regierungsbezirk Franken waren um 890 n.Chr. die Babenberger Grafen (um Bamberg). Die Vorfahren der Babenberger waren die Popponen, eine fränkische Linie der mittelrheinischen Adelsgesellschaft um Rupertiner und Mainzer Tradentenkreis.

Erst mit Kaiser Heinrich II. und der Gründung seines Bistums Bamberg kam die 1. Erneuerung (Renovatio) nach Franken. Jedoch hatten das Erzbistum Mainz und das Bistum Würzburg kirchlicherseits fränkische Traditionen weiterleben lassen. Die Fürstbischöfe von Würzburg nannten sich dann auch die Herzöge von Franken.

Die fränkische Sprache jedoch veränderte sich. In Unterfranken hört man schwäbisch-fränkische und hessisch-fränkische Vermischungen. In Mittelfranken kann man altbayerisch-fränkische Vermischungen feststellen und in Oberfranken sind slawisch-fränkische, altbayerisch-fränkische und auch thüringisch-fränkische Vermischungen erkennbar.

 


Links dazu:

 

Mittelfränkische Mundart

 

Sprachatlas von Mittelfranken

(Universität Erlangen)

 

Sprachatlas von Oberfranken

(Universität Bayreuth)

 

Sprachatlas von Unterfranken

(Universität Würzburg)

 


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