Gesucht

Biermarken aus Unterfranken


Passionierte Wirtshausliebhaber oder Brauereimitarbeiter der 1950er / 1960er Jahre kennen sie noch:

die runden oder eckigen Biermarken aus Messing, Aluminium oder Plastik.

 

Geprägt waren sie je nach Verwendungsart mit Schriftzügen wie "Gut für 1/2 Liter Bier" oder, wie im Falle der Brauereien, mit "Haustrunk". Auf der zweiten Seite stand der Name des Gasthauses oder der Brauerei, es waren aber auch anonyme Marken im Gebrauch.

Seit wann es Biermarken gibt, ist unbekannt. Die älteste bekannte Marke stammt aus dem Jahre 1876. Das Ende der Biermarken kam meist mit der Anschaffung einer Registrierkasse. Bis dahin waren sie besonders in großen Gasthäusern und auf Festen eine Rechenerleichtung zwischen Wirt und Bedienung. Die Bedienung kassierte von den Gästen Geld, dem Wirt gab sie für jedes bestellte Bier eine Marke. Am Abend rechneten dann die Kellnerin und der Wirt miteinander ab. In Brauereien dagegen erhielt jeder Mitarbeiter mit dem Lohn eine bestimmte Anzahl an Marken, die er dann nach Art eines Gutscheines in Bier umsetzen konnte.

Heute sind diese Marken oft die letzten Zeugnisse längst geschlossener Gasthäuser und Brauereien. Aus diesem Grund sucht die Abteilung Kulturarbeit und Heimatpflege des Bezirks Unterfranken leihweise nach alten Biermarken aus Unterfranken, um eine Dokumentation zu erstellen.

Wer helfen kann, meldet sich bitte unter: Tel. 0931/7959-1427.


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