CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann

will bei der Rückführung von Kulturgütern

aus München nach Franken Druck machen.


Als konkretes Beispiel biete sich der Bamberger Domschatz an, sagte Herrmann nach einem Gespräch mit dem Bamberger Domkapitular Luitgar Göller. Wichtige Teile wie die Kaiserkronen von Bistumsgründer Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde befänden sich seit der Säkularisation vor rund 200 Jahren in München.

 

Sie gehörten aber nach Bamberg!

 

Das 1000-jährige Bestehen des Bistums Bamberg 2007 sei ein guter Anlass, die Diskussion über die Rückführung fränkischer Kulturgüter neu anzustoßen. "Wir wollen Nägel mit Köpfen machen", sagte Herrmann. Er kündigte Gespräche mit Kunstminister Thomas Goppel sowie der Wittelsbacher Landesstiftung als Eigentümerin der in der Münchner Residenz ausgestellten Kaiserkronen an.

"Der Bamberger Domschatz wurde von Heinrich II. begründet und ist in Jahrhunderten gewachsen", sagte der CSU-Fraktionschef. Im Zuge der Säkularisation hätten die Wittelsbacher wertvolle Teile des Schatzes nach München gebracht. "Die Kronen haben aber weder mit München noch mit dem Hause Wittelsbach etwas zu tun. Sie gehören dorthin, wo sie 800 Jahre lang waren."

 

aus: 

Nordbayerischer Kurier,

Samstag/Sonntag, 5./6. Juni 2004

Kultur 12


zurück