Neue Gewürfelte geehrt


Bereits zum 20. Mal vergaben die drei fränkischen Regierungspräsidenten den "Frankenwürfel". Die aus einem Porzellanwürfel mit den Wappen der drei fränkischen Regierungsbezirke bestehende Auszeichnung wird an Persönlichkeiten verliehen, bei denen das Prägende des fränkischen Charakters besonders deutlich zum Ausdruck kommt:

Das Wendige, das Witzige und das Widersprüchliche.

 

Mittelfrankens Regierungspräsident Karl Inhofer nahm zusammen mit seinen Kollegen aus Ober- und Unterfranken, Hans Angerer und Dr. Paul Beinhofer, die Preisverleihung vor.

Volker Heißmann und Martin Rassau, vielen besser bekannt als "Waltraud und Mariechen" aus Fürth, die man sicher niemandem mehr vorstellen muss.

Winfried Hain aus Karlstadt am Main, der es liebt, spontan, lustig, witzig und humorvoll eine Situation zu nutzen. Hain ist ein gern gesehener Gast bei geselligen Veranstaltungen. Als geistreicher Plauderer zieht er seine Mitmenschen in den Bann, begeistert mit feinsinnigem Humor und gekonnter Schlagfertigkeit. So hat er zum Beispiel oft nach Unternehmertagungen zur Freude seiner Kollegen das Protokoll in gereimten Versen vorgetragen.

Und last but not least wurde Oberstudiendirektor a.D. Herbert Scherer aus Pegnitz "gewürfelt". Scherer, Jahrgang 1929, hat sich als Dachdecker und Spinnereiarbeiter durchgeschlagen, ging nach dem Studium und ersten pädagogischen Gehversuchen ab 1965 für acht Jahre nach Lateinamerika und war anschließend 20 Jahre Schulleiter am Pegnitzer Gymnasium. Er ist bis heute nicht aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt Pegnitz wegzudenken. Ob als Festredner beim Flinderer-Anstich oder als Stadtschreiber - braucht es mehr Nachweis, als dass es Herbert Scherer als Franke im Leben genug hin- und hergewürfelt hat? Als fränkisches Urgestein ist er allen Lebenslagen gewachsen und hat wie ein Würfel viele Seiten, ist in hohem Maße wendig und doch zugleich altfränkisch beharrlich.

 


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