Ausgrabungen

auf dem Rauhen Kulm

(Nähe Bayreuth)


Laub wird von den sichtbaren Überresten entfernt und Grabungsschnitte angelegt, um die Bodenverhältnisse zu prüfen. Die Steinanordnungen, die so genannten Befunde, werden fotografiert, gezeichnet und vermessen. Etwa 15 Studenten arbeiten an den Ringwällen an der Südseite des Rauehn Kulms.

Dabei gab es schon eine Überraschung: Unterhalb des Ringwalls befindet sich eine Mauer, größtenteils eingestürzt, die Front ist aber erkennbar. Der Ringwall ist aber nicht eindeutig einer Zeit zuzuordnen, entweder prähistorisch oder frühes Mittelalter. Ob beide Ringwälle zusammen angelegt wurden oder ob es mehrere Bauphasen gab, solche Fragen sind zu klären. Auch die Nutzung ist nicht eindeutig: Verteidigungsanlage oder Kultplatz?

 

Erstmals wurde im Jahr 1119 eine Burg auf dem Rauhen Kulm als Reichslehen an die Landgrafen von Leuchtenberg schriftlich erwähnt. 1285 ging sie an die Nürnberger Burggrafen, zugleich Markgraqfen zu Bayreuth, weshalb Neustadt historisch zu Bayreuth gehört. 1553 wurde sie nach einjähriger Belagerung eingenommen und zerstört.


zurück