Burg Partenstein


Bei den Ausgrabungen auf der Burg Partenstein wurden Reste von Kachelöfen gefunden, die auf ein komfortables Heizsystem hinweisen, wie es bisher nur in drei Burgen nördlich der Alpen gefunden wurde.

Geschaffen hatte es ein Hafnermeister, dessen Werke von der Schweiz bis nach Norwegen verbreitet waren.

Überreste einer zweiwangigen Toranlage traten zu Tage.


Bei Ausgrabungen auf dem Burgplatz wurden auch Münzen gefunden, darunter ein "Königsteiner Pfennig" (1510) aus Nördlingen und ein "Körtling" von 1534, geprägt in der Grafschaft Öttingen, der einen Wert von acht Pfenningen hatte.

Attraktion ist ein zwischen 1318 und 1322 geprägter französischer Turnose. Diese Silbermünze wurde auch "grossus turnossus" oder "denarius grossus" genannt, woraus sich der Groschen entwickelte. Der Wert entsprach zwölf Pfennigen.


Bei archäologischen Ausgrabungen im bayerischen Teil des Spessarts wurden 140 ehemalige Glashütten freigelegt, darunter auch vier im Reichengrund bei Partenstein.

Günstige Standortbedingungen waren Quarz- und Schwerspatvorkommen in der Nähe sowie die günstige Anbindung an eine der vier Hauptverkehrswege durch den Spessart. Die Hütten florierten zwischen 1512 und 1662. Hergestellt wurden Trinkgefäße und Flachglas.


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