Der Stein von Dendur reist nach New York


Die Banzer Petrefaktensammlung soll bald doppelt so groß sein, der Eingang wird erweitert und wie früher in den Hof verlegt. 200.000 bis 300.000 Euro wird der Umbau kosten. Nach dem Umbau erhält das Metropolitan-Museum in New York den Stein von Dendur, um den es heftigen Streit gegeben hatte.

Herzog Max von Bayern hatte im Jahr 1938 von seiner Ägypten-Reise eine Mumie, ein erlegtes Krokodil und den Stein von Dendur als Souvenirs mitgebracht. Der dazugehörige Tempel war nach New York gelangt. Vor fünf Jahren gab es am Obermain helle Aufregung: München wolle den Stein, Glanzstück der Petrefaktensammlung, den New Yorkern auf deren Bitte hin einfach schenken. Nach langem Hin und Her einigte man sich auf Entschädigung für Banz: Renovierung des Museums, Abguss des Steines, didaktische Aufarbeitung der Sammlung.

Das Banzer Museum bekommt nun ein Duplikat des Dendur-Steins. Eingeweiht wird der Erweiterungsbau mit einer Sonderausstellung des ägyptischen Museums, teilte die Leiterin Sylivia Schoske mit. Vielleicht kann dann der Kopf der Hatschepsut in Banz bewundert werden. Im jährlichen Wechsel sind Ausstellungen geplant. Bisher waren in der Petrefaktensammlung eine naturkundliche Abteilung und ein altägyptisches Kuriositätenkabinett zu sehen.


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