Historische Mauer in Bayreuth gefunden
Von der Annahme, dass man die Überreste der Mauern eines Kornspeichers auf dem Grundstück der ehemaligen Sparkasse entdeckt hat, hat man sich jetzt nach den Vorarbeiten für die archäologischen Untersuchungen verabschiedet.
Die Mauern, die jetzt freigelegt wurden, dienten eindeutig für etwas Größeres.
Und sie sind auf jeden Fall rund 400 Jahre alt.
"Wir haben einen Mauerzug parallel zur Straße "Am Mühltürlein" gefunden. Wenn man das mit dem Katasterplan von 1851 vergleicht, auf dem der Kornspeicher eingezeichnet ist, der hier lange vor der Bayreuther Sparkasse einmal stand, dann erkennt man sehr schnell: Der Kornspeicher war das hier nicht." Anhand der Beschaffenheit der Sandsteine und der Bauweise der breiten Mauer lässt sich jedoch eine Parallele zu den Stadtmauerbefunden auf dem Grundstück Maxstraße 48 herleiten. Was man sicher sagen kann: Die Mauern hier sind vor 1621 entstanden. In diesem Jahr hat es in Bayreuth zum letzten Mal flächendeckend gebrannt. Und auf den Mauern lag flächendeckend schwarzer Brandschutt."
Eine erste vorsichtige Theorie:
Es sei durchaus denkbar, das die Bebauung im Zusammenhang mit der Stadtmauer stand. Genaue Aufschlüsse (möglich Stadttor) sollen weitere Grabungen geben, die die Archäologen in Richtung der noch bestehenden Stadtmauer führen.