Keltensiedlung in Mistelgau

 bei Bayreuth gefunden


 

Die Keltensiedlung in Mistelgau ist gefunden - unweit vom Gräberfeld fanden die Archäologen Scherben und Pfostenlöcher, die darauf hindeuten.

 

"Ja, wir haben die Keltensiedlung gefunden." Grabungsleiter Roland Gläser deutet auf eine große Fläche des Baugebiets "Äußere Hut". Eines wisse er und sein Team sicher - die Funde stammen aus der Hallstadtzeit (ca. 750 v.Chr.) und der späten La Tène-Zeit (ca. 300 v.Chr.), einige Verfärbungen des Bodens deuten auf das Mittelalter hin.

Bei den Baggerarbeiten im Februar 2007 wurden einzelne Splitter entdeckt, die auf einen größeren Fund hinzudeuten schienen. Durch das Landesamt für Denkmalpflege wurde das Gebiet archäologisch sondiert. 500 bis 600 Scherben haben die Archäologen aus dem Boden geholt, gesäubert, dokumentiert und in kleine Plastiktütchen gesteckt. Bis zum Herbst 2007 soll der Abschlussbericht fertig sein.

An hand einer am Computer gezeichneten Skizze erhalten die Archäologen einen Überblick darüber, wo die Häuser gestanden haben könnten. Wie viele es jedoch insgesamt waren oder wie groß die Siedlung einmal gewesen ist, das können sie nicht sagen. Wir haben nun eine Fläche von zirka 5.000 Quadratmetern umgegraben, die Siedlung muss mindestens doppelt so groß gewesen sein.

Unweit der jetzt gefundenen Keltensiedlung bei der Ziegelei liegt ein Gräberfeld mit 100 Hügeln. Bereits seit 1788 wurden dort Grabungen durchgeführt, die letzte im Jahr 2000. Neben den Urnen sind auch Grabbeigaben gefunden worden.


 

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