Verleihung der

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

an

 Herrn Heinz Friedel

 

Hr. Friedel zweiter von links

 

Der Landrat Dr. Dietel (Bayreuth-Land) würdigte die Verdienste von Herrn Heinz Friedel mit folgenden Worten:

 

"Sie haben sich bei ihren zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten im kommunalpolitischen und kirchlichen Bereich, im Besonderen aber auch um die Heimatpflege (Anm. Histor. Franken: auch als 2. Vorsitzender des Vereins Heimatpflege Rotmaintal e.V.) und den Denkmal- und Naturschutz besondere Verdienste erworben.

So wurden Sie 1972 in den Gemeinderat der Gemeinde Heinersreuth gewählt, welchem Sie bis 1990 angehörten. In dieser Zeit waren Sie auch zwölf Jahre als Verbandsrat des Abwasserzweckverbandes Rotmaintal tätig.

Aus dem Gemeinderat heraus wurden Sie 1985 zum Heimatpfleger bestellt und füllten seither dieses Amt mit besonderer Hingabe aus. Ihre monatlichen Beiträge zur Heimatpflege im gemeindlichen Mitteilungsblatt bringen nicht nur der jungen Generation die Heimat immer wieder ein Stück näher. Beispielgebend stellt Ihre Artikelserie unter der Rubrik "Wussten Sie? Erinnern Sie sich? ein belebendes Element im Mitteilungsblatt dar. Sie informieren mit Ihren Geschichten, die inzwischen zu einem Buch zusammengefasst sind, über Land und Leute und rufen somit manches historische Ereignis ins Bewusstsein zurück. So wurde in der Ausgabe Februar 2004 bereits der 100. Beitrag abgedruckt; dabei werden Sie nicht müde, entsprechende Informationen zusammenzutragen. Bei der Erstellung des Heimatbuches im Jahre 1993 haben Sie federführend mitgewirkt, wie auch das Wappen der Gemeinde Heinersreuth von Ihnen geschaffen wurde. Ebenso geht die Sanierung wie Erhaltung des Kriegerdenkmals in Heinersreuth auf Ihre Initiative zurück. In diesem Zusammenhang kam es auch auf Ihr Betreiben hin, zur großen Spendenaktion aus der Bevölkerung. So gesehen, eigentlich der Lebensretter des Kriegerdenkmals.

Im Besonderen war und ist Ihnen eine lebendige Kirchengemeinde als das Fundament des Zusammenlebens unabdingbar. Dies zeigt Ihr großes Engagement als Kirchenvorsteher, das Sie 24 Jahre ausübten; über drei Jahre waren Sie Vertrauensmann im Kirchenvorstand und die Verwaltung des Friedhofs oblag Ihnen zehn Jahre. Neun Jahre waren Sie Mitglied der Dekanatssynode. Fünf Jahre wirkten Sie als Elternbeirasvorsitzender und 20 Jahre arbeiteten Sie als Mitarbeiter beim ostfränkischen Wörterbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit. Sie haben in Ihrer langjährigen, vielfältigen Tätigkeit Ihre Person häufig hinter die Sache gestellt."

Aber auch als 2. Vorsitzender des Vereins Heimatpflege Rotmaintal e.V. sind Ihre Verdienst für die Heimat unübersehbar.

Historisches Franken darf Ihnen für die hohe Auszeichnung recht herzlich gratulieren!

W. Höhn (Hg.)


zurück