Mittelalterliches Figurenprogramm am Bamberger Dom ist nun komplett


 

EVA  ist wieder da!

Die biblische Stammmutter ist wieder mit ihrem Gemahl vereint und vervollständigt damit das Figurenprogramm an der Adamspforte des Bamberger Domes.

 

Die Skulpturen des Fürstenportals und der beiden Ostpforten gelten als eine der bedeutendsten mittelalterlichen Kathedralplastiken. Ihrem Erhaltungszustand galt schon seit Beginn des vorigen Jahrhunderts ein besonderes Augenmerk. Neuere Forschungen gehen davon aus, dass die sechs Originalfiguren an der Adamspforte 1943 wegen der nahenden Kriegsgefahr ausgebaut und in einen Luftschutzkeller verbracht wurden. Seit 1966 sind die Figuren im Lapidarium des Diözesanmuseums zu sehen.

Die dreifach gestufte rundbogige Adamspforte war ohne Bildhauerarbeit konzipiert und nur durch die beiden Zickzack-Friese geschmückt. Erst in den späten 1230er Jahren, als der Dombau seiner Vollendung entgegen ging, erhielt die Pforte nachträglich sechs Säulenfiguren, die wohl letzten der in Reims geschulten jüngeren Bildhauerwerkstatt. Sie zeigen die Bistumsgründer Heinrich II. und Kunigunde mit dem heiligen Märtyrer Stephan auf der linken Seite und gegnüber den Hauptpatron des Domes, den Apostel Petrus, sowie Adam und Eva.


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