Der Stadthistoriker von Bayreuth, Karl Müssel,
ist im Alter von 85 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.
Seit 1950 sind 64 größere Beiträge für die Archiv-Bände des Historischen Vereins für Oberfranken erschienen. Jahrzehnte lang war er selbst als Schriftleiter für die Jahresbände des Vereins verantwortlich. Darüber hinaus verfasste er für andere Publikationen mehrere Hundert wissenschaftliche Beiträge. Für die Lokalzeitung "Bayreuther Tagblatt" redigierte er viele Jahre die historische Beilage "Frankenheimat".
Karl Müssel war auch Autor des Heimatkuriers. Wenige Wochen vor seinem Tod schloss er einen Beitrag über Wilhelmine ab, der die Markgräfin im Geiste Voltaires als prägende Hauptgestalt des Bayreuther Markgrafenhofes zeigt. Diese Arbeit wird in der April-Ausgabe 2008 des Heimatkuriers erscheinen - als letztes Zeugnis seines rastlosen Schaffens im Dienst der Heimatforschung.
Zahlreiche Ehrungen wurden Karl Müssel zuteil. Vom Historischen Verein für Oberfranken wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Die Oberfranken-Stiftung zeichnete ihn 1993 mit dem Ludwig-Gebhard-Preis aus, die Stadt Bayreuth 1987 mit dem Kulturpreis und die staatliche Verwaltung der Bayerischen Schlösser, Gärten und Seen mit der Ludwig I - Medaille. Müssel war auch Träger des Bundesverdienstkreuzes.
http://www.historisches-franken.de/schloss-fantaisie/schloss/muessel1.htm
http://www.historisches-franken.de/schloss-fantaisie/schloss/muessel2.htm
http://www.historisches-franken.de/schloss-fantaisie/schloss/muessel3.htm
http://www.spindler-kabinett.de/feier.htm