Burg Zwernitz in Sanspareil soll saniert werden


Rund zwei Millionen Euro sollen in die Burg Zwernitz investiert werden. Mit dieser frohen Kunde kam Bayerns Finanzminister Erwin Huber nach Sanspareil.

Wenn der Bayerische Landtag grünes Licht gibt, werden die größten Teile der zwei Millionen Euro in zwei Projekte gesteckt. Zum einen soll der Hauptbau mit seinen Schauräumen ausgebaut werden, hier soll das Jagdmuseum der Hohenzollern in Franken eingerichtet werden. Die Bilder dafür gibt es schon, sie werden in München restauriert, mit der Sanierungsmaßnahme soll nun auch der Raum zum Bild geschaffen werden. Zum anderen ist geplant das "Forkelanwesen" zu einem Besucherzentrum auszubauen. Geplant ist, hier einen Museumsladen, Toiletten und einen Informationsraum einzurichten.

Außerdem soll das "Hauenstein-Haus" zum Personalstützpunkt umgebaut werden. Kleinere Maßnahmen, zum Beispiel zum Brandschutz, sollen die Sanierungsarbeiten ergänzen.

Die Burg Zernitz bildet mit dem Schloss Sanspareil und dem Felsenpark eine Einheit, Sanspareil war eine Schöpfung der Markgräfin Wilhelmine, die hier eine Sommerfrische errichten ließ, zu deren Kulisse die Burg Zwernitz instand gesetzt wurde. Die ältesten erhaltenen Teile der Oberburg sind der Bergfried mit achtseitigem hölzerne, Kranzgeschoss, Zeltdach und Laterne sowie das Archivgebäude (ehemalige Zehntscheune) aus Buckelquadern. An den Bergfried lehnt ein Wohnhaus an, das um 1550 errichtet wurde. In der Unterburg steht noch ein zweigeschossiger Wohntrakt mit der Burgkapelle, von der Vorburg ist nur die Ruine des Burgtores erhalten. Auch von den Befestigungsanlegen stehen nur noch Reste.

Der Name der Burg Zwernitz, einst Stammsitz der oberfränkischen Walpoden, wird erstmals 1156 urkundlich erwähnt. Von 1338 bis 1810 war sie im Besitz der Hohenzollern, bevor sie an das Königreich Bayern fiel.


 

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