Bayreuther Fayencen und Creußener Steinzeug-Sammlung übergeben


Der Hund hat blaue Augen, ein weißes Fell mit violetten Flecken und ist kein gewöhnlicher, sondern ein Bayreuther Hund. Dazu noch ein außerordentlich großer. "Ganz überrascht" sei sie gewesen, erzählt Dr. Sylvia Habermann, Leiterin des Historischen Museums.

Ein besonders großer, alter, dunkelbrauner Krug gehört zu der Sammlung von Creußener Steinzeug. Eineinhalb Maß Bier fasst er spielend. Damit der Trinker den Humpen überhaupt heben konnte, hat dieser gleich zwei große, geschwungene Henkel rechts und links - zum beidhändigen Trinken.

Die ältesten Stücke der Sammlung datieren zurück auf das frühe 17. Jahrhundert. Die 41 Steinzeuggefäße und 110 Fayencen entstammten dem Nachlass zweier in Fachkreisen bekannter Sammlerinnen - Marianne Lipfert aus Bayreuth und deren Mutter Anna Kolb aus Creußen. Museumsleiterin Habermann war bekannt mit Marianne Lipfert, bereits vor 20 Jahren einmal bei ihr eingeladen, um die Sammlerschätze zu sehen.

Bis auf wenige stammen alle Stücke der Sammlung aus Bayreuth und Creußen. Eine Ansbacher Platte ist zum Beispiel dabei, die sich durch ihre typische blaugrüne Farbgebung von den Bayreuther Farben unterscheidet. "Die Bayreuther nahmen blau, weiß, violett, das Petrol aber ist typisch für Ansbach. Schöne Stücke sind auch die bunt bemalten Creußener Gefäße aus dem späten 17. Jahrhundert. Krüge, auf die Reliefs der Apostel aufgelegt wurden, waren eine Creußener Spezialität.


 

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