Andechs-Meranien bei Altenplos/Bayreuth


 

Im Staatswald, östlich von Altenplos im Distrikt Fürstenleite, stand im 13. Jahrhundert nachweislich die Meranierburg "Fürstenau".

Wie Gemeindeheimatpfleger Heinz Friedel aus Heinersreuth in seinen neuesten Forschungen belegt, unterzeichnete dort am 25. Dezember 1243 der damals 25-jährige Herzog Otto II. eine Urkunde, in welcher er  in seinem Besitz befindliche Fischplätze am Ammersee verpfändete. Nach dem frühen tod von Herzog Otto im Jahre 1248 auf der Burg Niesten bei Weismain und der Beisetzung im ehemaligen Klosterlangheim erlosch das Geschlechts der "Andechs-Meranier".

Um das Erbe wurde in dem zwölf jahre währenden "Meranischen Erbfolgekrieg", gestritten. Nach dessen Friedensschluss 1260 in Langenstadt (Gemeinde Neudrossenfeld) kam die Region an den Burggrafen Friedrich III. von Nürnberg, einem Schwager des letzten "Meraniers". Die Burg Fürstenau verlor an Bedeutung, wurde zerstört und verfiel.

Heute ist kein Stein mehr zu sehen, der Wald hat sich das Gelände zurückerobert. Zu erkennen sind jedoch der einst tiefe Burggraben und die Außenwälle. In dem Waldstück, am ursprünglichen Stadort der Burg, erinnerte eine etwas verwitterte Tafel an die einstige Buranlage. Heimatpfleger Heinz Friedel fiel auf, dass die Tafel abhanden gekommen war. Die Wanderfreunde Rotmaintal, deren ausgeschilderte Wanderstrecke Nummer 1 (Symbol blauer Hut) dort vorbeiführt, nahmen seine Anregung auf und ließen eine neue Tafel anfertigen. Dem Wanderfreund werde beim Lesen der Tafel bewusst werden, dass er auf geschichtlichen Boden steht.

 

http://www.burgeninventar.de/html/bay/BAYR.html

http://www.historisches-franken.de/iqa/hezilostrasse.htm

http://www.historisches-franken.de/iqa/burg.htm

 


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