Bergbau im Fichtelgebirge


 

Ein Karte des Staatlichen Bauamtes Bayreuth zeigt, dass sich die ehemaligen Abbaustellen und Bergwerke an der Bundesstrasse B 303 wie Perlen an einer Reihe aufreihen. Und obwohl es Jahrhunderte her ist, dass zwischen Bischofsgrün und Karches nach Eisenerz und Zinn gegraben wurde, existieren heute noch Spuren dieser Arbeit im Wald. Alte Karten zur genauen Lokalisierung der Bergwerke, Stollen und Tagebaustätten gibt es jedoch nicht.

Die heute noch sichtbaren Spuren sind in der Regel Gräben sowie so genannte Pingen: Gruben im Wald, wo unter der Erde ein Stollen eingestürzt ist oder wo im Tagebau Zinn und Erz gewonnen wurde. Besonders in der Nähe von Bischofsgrün sollte die Historie näher beleuchtet werden. Vordergründig ging es um den Erhalt der Opferwanne und die Lokalisierung und Sicherung  des Bergwerks Stollenbrunnen.

Die Ursprünge des Bergbaus im Fichtelgebirge liegen im Dunkeln. Phasen der Blüte und des Verfalls hingen oft zusammen mit dem politischen Geschen. Vor allem der 30jährige Krieg im 17. Jahrhundert hat zu einem weit gehenden Darniederliegen des Bergbaus in der Region geführt. Blütezeiten des Bergbaus bei Bischofsgrün dagegen waren das 16. und das 18. Jahrhundert.

Der Bergbau gilt als Grundlage für die erstmalige dauerhafte Besiedlung des holzreichen Fichtelgebirges. Denn ohne Holz kein Bergbau und vor allem keine Verarbeitung des Eisenerzes. Aus Holz wurden auch die Stollenversteifungen gebaut. Besonders wichtig war auch die Holzkohle, die beim Einsatz in den Schmelzöfen höhere Temperaturen erzeugte, um das Eisenerz aus den abgebauten Gesteinsbrocken herauszuschmelzen. Lukrativ waren die oberflächennahen und besonders reinen Vorkommen an Eisenerz.

Info:

Am 25. September 2009 wird der vom Fichtelgebirgsverein restaurierte Eingang zum Stollenbrunnen eingeweiht.

 


 

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