Ministerium soll rückkehrfähige fränkische Kulturgüter auflisten


In den jahrzehntelangen Streit um die Rückgabe fränkischer Kulturgüter, die im Zuge der Säkularisation  vor gut 200 Jahren zumeist gegen den Willen der damaligen Eigentümer nach München gebracht wurden, ist in Bewegung gekommen.

Der Kulturausschuss des Landtags forderte das Wissenschaftsministerium einstimmig auf, noch in diesem Jahr eine Liste mit bedeutenden Kunstschätzen zu erstellen, die entweder als Leihgabe oder dauerhaft ihren Weg zurück nach Franken finden könnten. Auf dieser Grundlage soll dann im Einzelfall ausgelotet werden, ob die Rückgabe rechtlich und technisch möglich sowie kulturhistorisch sinnvoll ist.

Die Rückführung vieler bedeutender Kulturgüter ist bislang am Widerstand der zuständigen Münchner Ministerien sowie des Eigentümers der meisten Gegenstände, dem Wittelsbacher Ausgleichfonds, gescheitert. Genannt wurden in erster Linie konservatorische Gründe, zudem verwies das Haus Wittelsbach auf seine Eigentumsrechte. Das Wissenschaftsministerium erklärte, dass Hauptwerke der abendländischen Malerei und der bildenden Kunst aus historischen Gründen und nach internationalem Standard ihren Aufbewahrungs- und Präsentationsort in München hätten. Aus staatlichen Sammlungen befänden sich dennoch mehr als 1500 Kunstwerke in Franken.


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