Bayreuths Hoffnung

Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO


Der Bayreuther Antrag auf Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO soll jetzt endgültig im Februar 2010 durch die Bundesrepublik Deutschland beim Welterbekomitee eingereicht werden. Bayreuth wird dabei der einzige Bewerber aus Bayern sein. 

Der Titel und die Details des Bayreuther Welterbeantrags werden derzeit noch erarbeitet. Es steht jedoch bereits fest, dass man sich bei der Antragstellung jetzt endgültig auf das Markgräfliche Opernhaus als einzigartigem barocken Bauwerk nördlich der Alpen und Stätte der europäischen Musikkultur des 18. Jahrhunderts konzentriert. Die anderen markgräflichen Stätten wie das Neue Schloss, der Hofgarten, die Eremitage, Sonspareil oder auch Schloss und Park Fantaisie werden nicht explizit für die Bewerbung ins Feld geführt, könnten aber natürlich trotzdem von deutlich mehr Touristen profitieren, wenn der Bayreuther Antrag angenommen würde.

Wie gut stehen die Bayreuther Chancen?

Die Bewerbung mit dem "barocken Perlchen" im Mittelpunkt ist in jedem Fall etwas Positives. Man muss aber sehen, dass es in Deutschland schon relativ viele Welterbestätten gibt und darunter befinden sich auch barocke Bauwerke. Zudem sind im Welterbekomitee nur zwei oder drei Europäer, es könnte sein, dass die Asiaten oder Afrikaner sagen, dass sie jetzt mal dran sind. Zur Bewerbung wird in jedem Fall ein wissenschaftlich fundiertes Gutachten beigelegt, in dem als Ergebnis herausgearbeitet wird, dass die Bayreuther Bewerbung einzigartig und daher für den Welterbetitel qualifiziert ist.

Der Stadtrat von Bayreuth hat auch bereits vorgebaut. In seiner Juni-Sitzung 2009 hat er auf Wunsch des Freistaates Bayern beschlossen, keine städtebaulichen Planungen zu verfolgen, die den "herausragenden universellen Wert" der erhofften Weltkulturerbestätte Markgräfliches Opernhaus beeinträchtigen könnten. Kernzone ist dabei das Markgräfliche Opernhaus selbst, zum "Nahbereich Sensibilität I" gehören die Schlosskirche mit Schlossturm, der Vorplatz des Markgräflichen Opernhauses mit dem gegenüberliegenden Brunnen sowie die angrenzenden Gebäude sowie der öffentliche Parkplatz an der Münzgasse.


 

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