Auswanderer nach Ungarn


 

Von 1714 bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts sollen mehr als 300 Menschen aus Wiesthal, Krommenthal, Neuhütten, Habichsthal, Heigenbrücken, Heinrichsthal, Jakobsthal, Rothenbuch und Weibersbrunn in das Königreich Ungarn ausgewandert sein.

Werber versprachen den Menschen neuen Siedlungsraum. doch die Realität sah anders aus, weil das Leben in Ungarn sehr entbehrungsreich war. Um auswandern zu können, benötigten die Menschen ihre Entlassung aus der Leibeigenschaft. Ihre Freiheit mussten sie sich in Form eines Abkaufgelds in Höhe von 15 Prozent ihres Vermögens erkaufen. Wer seien Familie mitnehmen wollte, wurde mit einer Nachsteuer belegt. Die Auswanderer fuhren meist mit Einweg-Floß-Schiffen auf der Donau hinab.

Leute aus Wiestal und Krommenthal siedelten sich vornehmlich in Varoslöd an, der heutigen Partnergemeinde von Wiesthal.

 


 

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