Neues aus dem

Germanischen National Museum

Info v. 26.01.2011


Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschen Sprachraums, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück und setzt mit zwei großen Ausstellungen und dem internationalen Forschungsprojekt "Der frühe Dürer" auch für das Jahr 2011 starke Akzente.

Entgegen dem Bundestrend sinkender Besucherzahlen in Deutschland kann das Museum für das Jahr 2010 mit Stolz einen deutlichen Zuwachs  von 21 Prozent auf 405 799 Besucher verzeichnen. Generaldirektor Prof. Dr. G. Ulrich Großmann präsentierte auf der Jahrespressekonferenz des Museums in Nürnberg diese erfreuliche Entwicklung. Der Zuwachs ist sowohl in der ständigen Sammlung als auch in den Sonderausstellungen festzustellen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Neueröffnung der spektakulären Schausammlung "Renaissance. Barock. Aufklärung" und die erfolgreiche Sonderausstellung "Mythos Burg" mit über 56 000 Besuchern.

Besucherzahlen 2011: Schausammlung 179.670; Sonderausstellung: 91.909 (davon "Mythos Burg" - 56.338); Kaiserburg 111.576; Neunhof 3.461

 

Die Frucht der Verheißung:

Als bedeutendste Ausstellung des Museums im Jahr 2011 kündigte Großmann "Die Frucht der Verheißung - Zitrusfrüchte in Kunst und Kultur" an. Herausragende Werke von Giovani Bellini, Paula Modersohn-Becker, Otto Dix, Francisco Zurbarán, kostbare Porzellane aus Meißen sowie Skulpturen und Kunsthandwerk künden von den Verheißungen der Zitrusfrucht in Religion, Mythologie, Kunst und Alltag. Die Ausstellung ist ab dem 19. Mai 2011 in Nürnberg zu sehen.

 

Johannes Grützke - Die Retrospektive:

Die zweite große Ausstellung des Jahres 2011 gilt ab dem 24. November dem Künstler Johannes Grützke. Es ist die erste wirklich umfassende Retrospektive des grenzüberschreitenden Gründers der Schule der "Neuen Prächtigkeit", in der nicht nur seine großformatigen Gemälde, sondern auch Skulpturen, Grafiken, Bücher, Schriften sowie seine Arbeit als Schauspieler und "Erlebnisgeiger" gewürdigt werden.

 

Der frühe Dürer:

Mit dem internationalen Forschungsprojekt "Der frühe Dürer" festigt das GNM seinen Ruf als weltweites Kompetenzzentrum zum Thema Albrecht Dürer. Seit 2009 unternimmt das Germanische Nationalmuseum zusammen mit namhaften Projektpartnern, darunter die Universitäten in Austin, Texas und Yale, New Haven sowie das Courtauld Institute of Art in London, eine Neubewertung der ersten beiden Schaffensjahrzehnte Albrecht Dürers. Die Forschungsergebnisse präsentiert das Museum ab Mai 2012 mit der größten Dürer-Ausstellung der letzten 40 Jahre in Deutschland: "Der frühe Dürer".

 

Neues Tiefdepot:

Ein wichtiges Bauprojekt des Museums kann nun umgesetzt werden: Das neue fünfstöckige Tiefdepot im großen Klosterhof des Museums ist ein entscheidender Meilenstein für die zukünftige Arbiet des Germanischen Nationalmuseums. Generaldirektor Großmann wertete das 25 Mio. Euro teure Bauprojekt als enorm wichtige Investition in die Erforschung und Sicherung einzigartiger und wertvoller Kunstwerke. Durch einen im Dezember 2010 erfolgten Beschluss des bayerischen Kabinetts, dem der Landtag noch zustimmen muss, wurde nun grünes Licht für die Bereitstellung der Planungskosten gegeben.

 

CIHA - Kongress:

Ebenfalls noch im Dezember 2010 wurde die Webwsite zum internationalen Kunsthistoriker-Kongress des CIHA (Comité International d'Histore de I'Art), online gestellt. Er findet vom 15. bis 20. Juli 2012 in Nürnberg statt, Gastgeber ist das Germanische Nationalmuseum. Erstmals seit 1893 veranstaltet ein Museum diesen Weltkongress, der letzte Austragungsort war 2008 in Australien. Das Motto des Kongresses, "Die Herausforderung des Objekts", wird in 21 Sektionen beleuchtet, für die nun Vortragsthemen eingereicht werden können.


 

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