Opernhaus Bayreuth - Nominierung für UNESCO-Liste


 

Am 1. Februar 2011 stand unverrückbar fest,

dass das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth zusammen mit der Kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen für die Unesco-Welterbeliste nominiert ist.

 

Mit der Entscheidung werde der feste Wille des Freistaats Bayern und der Bundesrepublik dokumentiert, "das auch richtig über die Bühne zu bringen". Der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth freue sich auf den Besuch der ICOMOS-Kommission (International Council of Monuments and Sites) und "ich lege auch Wert darauf, mit den Mitgliedern der Kommission zu sprechen", um Bayreuth und das Opernhaus entsprechend seines Wertes präsentieren zu können.

Im Herbst 2011 soll nach Angaben von Dr. Jan-Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung in München die ICOMOS-Kommission nach Bayreuth kommen und das Opernhaus begutachten. Die Kommission wird, wie Dr. Peter O. Krückmann, Museumsreferent der Schlösserverwaltung die Vor-Ort-Prüfung übernehmen, "während in Paris ein Fachmann vom Schreibtisch aus die Unterlagen prüft, die eingereicht wurden. Die beiden Ergebnisse der Gutachten werden dann abgeglichen und an das Welterbekomitee weitergeleitet". Krückmann hat an dem mehrere hundert Seiten starken Bewerbungskomplex mitgearbeitet und sagt, man sei "jetzt schon sehr hoffnungsvoll, dass es klappt. die Nominierung war nur die kleinere Hürde. Man kann es so sagen: Wir sind von der Warteschlange an den Schalter getreten. Dass mit Schwetzingen ein Objekt mit einer gewissen Epochen-Ähnlichkeit neben dem Opernhaus nominiert ist, muss kein Nachteil sein", sagt Potthast. Die Unterschiede sind groß genug, dass es für unsere Bewerbung kein Problem gibt. Das Opernhaus hat aus unserer Sicht sogar die etwas größeren Chancen, weil Opernhäuser als Welterbestätten weniger oft vertreten sind als Schlösser. Da sollte es keine Überschneidung geben."

Die Antwort, ob das Markgräfliche Opernhaus, das als das besterhaltende und bedeutendste Theater der barocken Opernhausarchitektur und -kultur gilt, Welterbe wird oder nicht, fällt im kommenden Jahr voraussichtlich im Juni.

 

Sanierung in Sicht:

Ungeachtet der Bemühungen, für das Opernhaus den Welterbe-Status zu erreiche, laufen die Voruntersuchungen zur anstehenden umfassenden Sanierung des Opernhauses weiter. Der Kostenrahmen bewegt sich zwischen 17 und 18 Millionen Euro.

 


 

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