Der Rote-Adler-Orden
Himmelkron hofft auf baldige Festsaal-Sanierung
Seit 2005 verleiht Brandenburg einen Roten-Adler-Orden. Wenig bekannt ist, dass die Ursprünge des Ordens in der ehemaligen Markgrafschaft Bayreuth - genauer in Bayreuth und Himmelkron - liegen. In Himmelkron weist der Rote-Adler-Saal in der ehemaligen Markgräflichen Sommerresidenz auf die Verbindung hin und in der Stiftskirche befindet sich eine Abbildung des Ordens. Der Saal indes kann derzeit nicht genutzt werden. Der Adler bleibt für die Öffentlichkeit verborgen.
Der Rote-Adler-Orden wurde am 17. November 1705 durch Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth gestiftet. Danach fand jedes Jahr eine Versammlung aller Ordensträger in der Ordenskirche in St. Georgen in Bayreuth statt. Doch nicht nur dort. Denn vom Jahr 1734 an traf sich die Ordensgesellschaft auch in der Sommerresidenz in Himmelkron, und zwar im Roten-Adler-Saal. Schon 1701 war in Himmelkron mit dem Neubau einer barocken Schlossanlage inklusive dieses Festsaals begonnen worden.
Der eng mit Himmelkron verbundene Rote-Adler-Orden wurde im Jahre 1792, nach dem Übergang der fränkischen Hohenzollerngebiete an Preußen, zunächst vom Königreich Preußen übernommen. Bis zum Ende der Monarchie 1918 war der Orden der zweithöchste preußische Orden. Seit dem Jahr 2005 verleiht das Bundesland Brandenburg wieder einen Roten-Adler-Orden als Verdienstorden.
Bereits 1973 wurde der Rote-Adler-Saal in Himmelkron/Bayreuth restauriert und für repräsentative Veranstaltungen hergerichtet. Nun zeigen sich aber Risse in der Stuckdecke und der Saal wurde jetzt sicherheitshalber gesperrt.
Die Diakonie Neuendettelsau denkt an eine Sanierung, jedoch nur gemeinsam mit den zuständigen Behörden. Bei der Sanierung geht es vor allem um den Dachstuhl, der die Wände nach außen schiebt.