Der Stern und Bayreuth - St. Georgen


 

St. Georgen und die Keller: beides gehört zusammen wie der Kronkorken auf der Bierflasche. Kein hinkender Vergleich, wenn man weiß, dass es hier einst 14 Gaststätten gab, die in den Kellern Bier und Lebensmittel lagerten.

Wie viele Keller und Gänge in die Felsen unter St. Georgen getrieben wurden, hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege erforscht. Die jüngsten Kelleranlagen stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Bei den Untersuchungen zeigte sich jedoch, dass sich innerhalb der Kelleranlagen Reste wesentlich älterer Keller erhalten haben. Die ältesten bekannten Anlagen stammen aus dem ausgehenden Mittelalter und sind kleinere Urkeller, die im Laufe der Zeit mehrfach baulich verändert und erweitert wurden. Diese Urkeller finden sich entlang alter Hohlwege und Handelsstraßen, die heute kaum noch sichtbar sind. Architektonisch interessant ist dabei der sogenannte "Stern von St. Georgen", eine mehrere hundert Meter lange Kelleranlage. Ihr Name stammt von den sternenförmig angelegten Kellerräumen, die, vom Kellerhof ausgehend, in alle vier Himmelsrichtungen abgehen. In den älteren Urkellern entlang der Hohlwege und Handelsstraßen lagerten Kaufleute kurzzeitig ihre Handelswaren. Später waren die Keller Lagerräume für Gemüse und Kartoffeln. Bier und Wein wurden erst ab dem späten 17. Jahrhundert, teilweise bis in das 20. Jahrhundert hinein, in den Kellern gelagert.


 

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