Betreibermodell für die Urwelt-Erlebnisgrube Mistelgau gefordert


In der Vergangenheit haben sich Bayreuther Landtagsabgeordnete parteiübergreifend für den Erhalt der Tongrube Mistelgau eingesetzt - das Engagement zeigt Erfolg: Die geologisch-interessante Grube soll erhalten bleiben. Die Ausschussmitglieder konnten sich nun vor Ort, von der bei  Fossiliensammlern und Geowissenschaftlern hoch geschätzten ehemaligen Ziegelei Mistelgau, ein Bild machen.

Vorher besichtigten die Abgeordneten das Urweltmuseum in Bayreuth - dort werden die Ausgrabungen ausgestellt. Die Tongrube der ehemaligen Ziegelei Mistelgau ist besonders reich an Fossilien und bei Paläontologen weltweit bekannt. In den vergangenen Jahren wurden dort eher zufällig zahlreiche Saurierskelette gefunden, unter anderem auch Teile eines zehn Meter langen Amphibiensauriers. 2011 wurde die Tongrube in die Liste der 100 schönsten Geotop Bayerns aufgenommen und eine Infotafel des Bayerischen Landesamtes für Umwelt aufgestellt. Die Exkursion der Landtags-Ausschussmitglieder mündete in die Verabschiedung einer Resolution, in welcher alle Verantwortlichen vor Ort und der Freistaat Bayern aufgefordert werden, ein tragfähiges Förder- und Investitionsmodell sowie ein Betreibermodell "Urwelt-Erlebnisgrube Mistelgau" zu erstellen.

In Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Mistelgau, dem Urweltmuseum Bayreuth, dem Geopark Bayern-Böhmen, der Regierung von Oberfranken und der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Bayreuth gestaltete sich bisher einvernehmlich. Um den Erhalt der Fossilienfundstelle langfristig zu sichern, sind jetzt schnelle Entscheidungen gefordert, damit Mistelgauer Fossilien auch künftig Forscher und Museumsbesucher aus aller Welt begeistern.


 

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