Künftig noch mehr Forschung

Schloss Thurnau wird Sitz des Lehrstuhls für Fränkische Landesgeschichte, den die Universitäten Bayreuth und Bamberg gemeinsam schaffen wollen.


Oberfrankens Geschichte wird von Thurnau aus erforscht:

Die Universitäten Bayreuth und Bamberg werden im Schloss einen gemeinsamen Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte einrichten. Mit vier Millionen Euro stellt die Oberfrankenstiftung die Anschubfinanzierung für die nächsten 5 Jahren.

Die Geschichte soll transportiert werden, d.h. eine Wirkung auch auf die Öffentlichkeit erzeugen, mit Vorträgen und Publikationen, aber auch mit Ausstellungen. Die beiden Universitäten machen sich Hoffnung darauf, Drittmitteln mitzubringen. Der oder die Neue ist ein sogenannter ordentlicher Professor mit der höchsten Besoldungsstufe. Er erhält zwei Mitarbeiter und eine Teilzeitkraft als Sekretärin. Entscheidend ist jedoch der Pool von elf Doktoranden, der dem Institut moderne regionalgeschichtliche Ansätze gestatten soll.

Neben der althergebrachten Forschung in Papieren und Dokumenten verbindet das neue Institut auch die Erkenntnisse etwa von historischen Geografen, Archäologen und Kunstgeschichtlern. Weder in Bayreuth noch in Bamberg gibt es bislang einen Lehrstuhl, der sich ausschließlich der fränkischen Landesgeschichte widmet. Das neue Institut soll diesem Defizit abhelfen, mit Fokus vor allem auf die oberfränkische Geschichte. Die Historiker ziehen in die Nachbarschaft des Forschungsinstituts für Musiktheater (FIMT) der Uni Bayreuth.

Schon im Wintersemester 2015/2016 könnte der neue Lehrstuhl Premiere feiern. Dann werden auch die Bauarbeiten im Schloss abgeschlossen sein. Nach der Renovierung des Nordflügels soll dort der Lehrstuhl unterkommen, mit allem, was dazugehört, inklusive Seminarräumen und Bibliothek. Sogar ein Hotel hätte man im Schloss. Auch für die Lehrerfortbildung wäre man bestens aufgestellt.


 

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